Zwei Alumni der Peking-Universität mit der Fields-Medaille ausgezeichnet, 14 PKU-Angehörige sprechen auf dem ICM 2026

24.07.2026

BEIJING, 24. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Der Internationale Mathematikerkongress (ICM) 2026 wurde am Morgen des 23. Juli (Ortszeit) in Philadelphia (USA) eröffnet. Die Alumni der Peking-Universität (PKU) Wang Hong und Deng Yu wurden mit der Fields-Medaille 2026 ausgezeichnet – einer der renommiertesten Ehrungen in der Mathematik –, was einen historischen Meilenstein für die Peking-Universität darstellt.

Wang Hong (rightmost) and Deng Yu (leftmost) receiving the Fields Medals.

Die Vergabe der Auszeichnung wurde offiziell von der Internationalen Mathematischen Union (IMU) bekannt gegeben, die die Medaille alle vier Jahre an Mathematiker unter 40 Jahren verleiht, um den Einfluss ihrer bisherigen Arbeit und ihr Potenzial für zukünftige Leistungen zu würdigen. Wang und Deng sind zwei der vier ausgezeichneten Mathematiker.

Die Auszeichnungen sind für die Peking-Universität von historischer Bedeutung, da es das erste Mal ist, dass zwei Absolventen desselben Jahrgangs – 2007 – die Medaille im selben Jahr gewonnen haben.

Über die Auszeichnungen hinaus stellte die PKU einen weiteren Rekord hinsichtlich der Anzahl der zur Konferenz als Referenten eingeladenen Wissenschaftler auf – 10 Absolventen und 4 Fakultätsmitglieder.

Auch die Auszeichnung für Wang hat eine besondere Bedeutung. Sie ist erst die dritte Frau in der Geschichte, die die Fields-Medaille erhält, sowie die erste Chinesin, der diese Ehre zuteilwird.

Wang ist vor allem für ihre Arbeit mit Joshua Zahl bekannt, mit der sie die dreidimensionale Kakeya-Vermutung bewiesen hat. Dieses seit langem bestehende Problem an der Schnittstelle von Analysis und Geometrie stellte Mathematiker jahrzehntelang vor eine Herausforderung und weist weitreichende Verbindungen zu verschiedenen Bereichen der Mathematik auf.

Derzeit ist sie Professorin mit Festanstellung am Institut des Hautes Études Scientifiques (IHES).

Deng begann 2007 sein Studium an der Fakultät für Mathematische Wissenschaften der PKU, bevor er sein Bachelorstudium am MIT fortsetzte. Später promovierte er an der Princeton University und ist heute Professor an der University of Chicago.

In Zusammenarbeit mit Ma Xiao und Zaher Hani gelang Deng ein bedeutender Durchbruch bei Hilberts sechstem Problem. Ihre Forschung etablierte einen strengen mathematischen Ansatz, der die mikroskopische Teilchendynamik mit makroskopischen kinetischen und Strömungsgleichungen verbindet und damit eine Herausforderung angeht, die vor mehr als einem Jahrhundert erstmals vom legendären Mathematiker David Hilbert aufgeworfen wurde.

Wang und Deng schlugen unterschiedliche Wege in die Mathematik ein, doch ihre Laufbahnen begannen im selben Jahrgang an der PKU. Ihre Leistungen unterstreichen die wachsende internationale Präsenz von Mathematikern der PKU.

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Medizin-Chips treiben Silicon Saxony in neue Wachstumsphase

15.06.2026

Silicon Saxony schärft sein Profil als europäischer Technologiestandort – und setzt dabei zunehmend auf hochspezialisierte Anwendungen. Mit dem Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) startet in Dresden die zweite Förderphase für medizinische Halbleiter, während die sächsische Halbleiter- und Softwarebranche trotz schwacher Konjunktur weiter Beschäftigung aufbaut. Branchenangaben zufolge ist die Zahl der Jobs in diesem Ökosystem binnen eines Jahres um 1.500 auf rund 82.500 zum Stichtag 30. September 2025 gestiegen, ein Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

SEMECO entwickelt medizinische Halbleiter als Schlüsseltechnologie für sichere, vernetzte und intelligente Medizintechnik. Für die kommenden drei Jahre erhält der Cluster im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Der Freistaat Sachsen begleitet das Bündnis seit Beginn und unterstützt zusätzliche regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte über die EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027. Seine aktuellen Entwicklungen präsentiert SEMECO auf den Silicon Saxony Days, die vom 15. bis 17. Juni 2026 in Dresden stattfinden sollen.

In der zweiten Förderphase richtet SEMECO den Fokus stärker auf standardisierbare medizinische Halbleiterplattformen und deren Transfer in industrielle und klinische Anwendungen. Die spezialisierten Mikrosysteme bündeln Sensorik, Datenverarbeitung, sichere Kommunikation und KI-gestützte Funktionen, zugeschnitten auf Anforderungen der Medizintechnik. Auf Basis eines modularen Plattformansatzes entstehen kombinierbare Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten, die sich sicher integrieren und schrittweise weiterentwickeln lassen. KI-gestützte Methoden sollen zudem Zertifizierung und Zulassung unterstützen und damit den Technologietransfer in die medizinische Praxis beschleunigen – von tragbaren Ultraschallgeräten und intelligenten Vitaldatensensoren bis zu Kommunikationsimplantaten für Menschen mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen.

Parallel dazu sieht der Branchenverband Silicon Saxony den gesamten Standort vor einer neuen Wachstumsphase. Das jüngste Beschäftigungsplus verteilt sich nach Verbandsangaben nahezu gleichmäßig auf Halbleiterindustrie und Softwarebranche. Die Investitionen der vergangenen Jahre entfalteten zunehmend Wirkung, sagte Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Lage unterstreiche die Entwicklung die langfristige Attraktivität des Standorts. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von großen Fabrikprojekten bis zu mittelständischen Zulieferern für Reinraum- und Fabrikinfrastruktur, Spezialgase, Chemikalienversorgung und Messtechnik – rechnet der Cluster mit zusätzlichen Impulsen durch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und technologische Souveränität. Die Prognose von mehr als 100.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt aus Sicht des Verbands unverändert bestehen.