QS-Ranking der besten Studentenstädte 2027

21.07.2026

Seoul bleibt auf Platz 1; Asien glänzt, Europa zeigt eine gemischte Entwicklung

LONDON, 21. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Seoul wurde im QS Best Student Cities Ranking 2027 zum zweiten Mal in Folge zum weltweit besten Studienort gekürt, gefolgt von Tokio (2.) und London (3.).

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Seoul schneidet zwar in allen Bereichen gut ab, belegt jedoch den ersten Platz im Hochschulranking, das die Anzahl und das Ansehen der Bildungseinrichtungen einer Stadt bewertet. Tokio vereint Prestige und Wert und belegt den ersten Platz bei Arbeitgeberaktivität sowie den vierten Platz bei Attraktivität. Londons Position beruht auf der Stärke seiner Universitäten und den Erfahrungen der Studierenden.

QS bewertet 150 Städte in 59 Hochschulsystemen. Das Vereinigte Königreich ist mit 16 Städten in der Rangliste am stärksten vertreten, gefolgt von den USA (14) und China (10).  Lediglich Sydney schafft es unter die Top 5, während keine andere Stadt in die Top 10 oder Top 20 vorstößt. Shanghai schafft es unter die Top 25 und Leeds unter die Top 50.

Top 10

2027

2026



1

1

Seoul

2

2

Tokio

3

3

London

4

5

Melbourne

=5

4

München

=5

6

Sydney

7

=7

Paris

8

=7

Berlin

9

10

Wien

10

9

Zürich

 

Highlights

  • Wien klettert auf Platz neun und liegt weltweit auf Platz zwei der attraktivsten Städte. Die österreichischen Universitäten zählen zu denjenigen in Europa, die sich im Vergleich zum Vorjahr am stärksten verbessert haben, was vor allem auf ihre außergewöhnlich internationale Ausrichtung zurückzuführen ist.
  • Auf dem chinesischen Festland gibt es mehr Städte in der Rangliste als je zuvor. Peking belegt Platz 12 und Shanghai Platz 21. Preisgünstigkeit, die Qualität der Universität und die Verbindungen zur Wirtschaft sind die treibenden Kräfte hinter ihrem Aufstieg, während die begrenzte internationale Vielfalt einen Hemmfaktor darstellt.
  • Paris belegt den fünften Platz in Bezug auf die Qualität der Universitäten. Lyon (Platz 71), Toulouse (Platz 124) und Montpellier (Platz 147) verzeichnen einen deutlichen Rückgang, doch dank der nahezu kostenlosen Studiengebühren gehört Frankreich weiterhin zu den erschwinglichsten Studienorten.
  • München und Berlin zählen zu den Städten, die bei Studierenden und Absolventen weltweit am höchsten geschätzt werden, während Hamburg auf Platz 103 in die Rangliste einsteigt.
  • Drei italienische Städte sind vertreten, angeführt von Mailand (Platz 39), das aufgrund seiner Attraktivität als Arbeitgeber und seiner aufstrebenden Hochschulen fünf Plätze gutgemacht hat. Die Städte Italiens gehören nach wie vor zu den erschwinglichsten in Europa.
  • Alle vier japanischen Städte verzeichnen Zuwächse oder bleiben stabil, doch die begrenzte internationale Vielfalt bleibt die Schwachstelle der Branche. Kyoto klettert auf Platz 16, Osaka auf Platz 60 und Nagoya auf Platz 108.
  • Amsterdam, die einzige Stadt der Niederlande in der Rangliste, klettert auf Platz 19 und führt weltweit die Rangliste der attraktivsten Städte an – und das, obwohl das Land Maßnahmen ergreift, um den Zustrom internationaler Studierender zu drosseln.
  • Fünf südkoreanische Städte im Ranking. Daejeon und Gwangju tauchen zum ersten Mal auf. Die Regierung hat ihr Ziel, bis 2027 300.000 internationale Studierende anzuziehen, bereits zwei Jahre früher, nämlich im Jahr 2025, erreicht.
  • In der Schweiz gibt es zwei Städte, die in der Rangliste vertreten sind: Zürich und Lausanne (23.). Beide zählen zu den internationalsten der Welt und spiegeln damit eine Strategie wider, die auf exzellente Forschung und die gezielte Auswahl von Talenten setzt.

Methodik

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Französische Budgetpläne lösen Kursdruck auf Rheinmetall-Aktie aus

15.06.2026

Die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS gerät zunehmend ins Wanken. Armin Papperger, Vorstandschef des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall, schließt einen Rückzug Frankreichs aus dem Vorhaben nicht mehr aus. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sprach er von einem „Gefahrenszenario“, betonte allerdings, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Diskussionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Ende des Kampfflugzeugprojekts FCAS (Scaf) bereits ein anderes zentral geplantes Vorzeigeprojekt der Verteidigungskooperation zwischen Berlin und Paris gescheitert ist.

Nach Informationen Pappergers plant Frankreich, das Budget für das „Main Ground Combat System“ (MGCS) drastisch zu kürzen. Im Gespräch ist demnach ein Ansatz von weniger als der Hälfte der ursprünglichen Planungen. Zwar unterstrich der Rheinmetall-Chef, dass es „null Entscheidungen über das finale Budget“ gebe, doch ein reduzierter Finanzrahmen hätte nach seiner Einschätzung unweigerlich die Streichung von Leistungsumfängen und weitere Verzögerungen zur Folge. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte er. Bereits jetzt liegt das Programm, das seit rund einem Jahrzehnt läuft, weit hinter den ambitionierten politischen Ankündigungen zurück.

Das MGCS-Projekt wurde auf Initiative der Regierungen Frankreichs und Deutschlands gestartet, um ein gemeinsames, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu entwickeln, das ab etwa 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen soll. Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Technologiekonzern Thales sowie KNDS – ein Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter. Trotz der politischen Bedeutung des Vorhabens sind die finanziellen Mittel bislang überschaubar: Die vier Partnerunternehmen haben in rund zehn Jahren zusammen lediglich 25 Millionen Euro erhalten, was Papperger als „offensichtlich sehr wenig Geld“ bezeichnete.

Parallel zum schleppend verlaufenden MGCS treiben Rheinmetall und KNDS Deutschland auf deutscher Seite bereits eine Zwischenlösung voran. Der in der Militärfachpresse inoffiziell „Leopard 3“ genannte neue Kampfpanzer soll nach aktueller Planung Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden und damit die Lücke überbrücken, bis ein mögliches MGCS-System verfügbar wäre. Für MGCS selbst wird die Einsatzreife derzeit erst in den 2040er Jahren erwartet – ein Zeithorizont, den Papperger als „eine Wahnsinnszeit“ bezeichnete. Vor diesem Hintergrund stellte er die grundsätzliche Realisierung des Projekts offen in Frage: „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“ Die jüngsten Budgetüberlegungen in Paris verstärken diese Unsicherheit und nähren Zweifel daran, ob Europa den angestrebten gemeinsamen Panzer der Zukunft tatsächlich auf die Spur bringen kann.