Weltweit erstes neues Arzneimittel mit rekombinantem Botulinumtoxin Typ A erhält Marktzulassung in China: eine von Claruvis Pharmaceutical vorangetriebene technologische Revolution

30.04.2026

CHONGQING, China, 30. April 2026 /PRNewswire/ -- Chongqing Claruvis Pharmaceutical Co., Ltd. gab kürzlich bekannt, dass die chinesische Nationale Arzneimittelbehörde (NMPA) Retoxin® (rekombinantes Botulinumtoxin Typ A, Projektcode YY001) des Unternehmens für die vorübergehende Verbesserung mittelschwerer bis schwerer Glabellafalten bei erwachsenen Patienten zugelassen hat.

Retoxin® ist das weltweit erste zugelassene rekombinante Botulinumtoxin Typ A und markiert einen bedeutenden technologischen Wandel von herkömmlichen Botulinumtoxin-Produkten, die durch Extraktion aus Clostridium botulinum gewonnen werden, hin zu einem präzisionsentwickelten rekombinanten Herstellungsverfahren.

Von natürlicher Extraktion zu präziser Gentechnik

Retoxin® wurde mithilfe der firmeneigenen rekombinanten Plattform und des Herstellungssystems von Claruvis Pharmaceutical entwickelt und bewahrt die molekulare Struktur des aktiven Proteins, die zentrale 150-kDa-Neurotoxinstruktur, beseitigt zugleich die Biosicherheitsrisiken der herkömmlichen Herstellung auf Basis von Clostridium botulinum und liefert ein Toxin mit hoher Reinheit sowie hoher spezifischer Aktivität.

In einer zulassungsrelevanten, randomisierten, doppelblinden, placebo- und aktiv kontrollierten multizentrischen klinischen Phase-III-Studie in China erreichte Retoxin® alle primären und sekundären Endpunkte. Die Studie zeigte eine überlegene Wirksamkeit, ein günstiges Sicherheitsprofil und eine geringe Immunogenität und unterstreicht damit die potenziellen Vorteile der rekombinanten Technologie bei ästhetischen sowie therapeutischen Anwendungen von Botulinum-Neurotoxinen.

Weiterentwicklung therapeutischer Anwendungen

Claruvis Pharmaceutical entwickelt Retoxin® außerdem für die Behandlung von Spastik der oberen Extremität bei Erwachsenen infolge eines Schlaganfalls oder Schädel-Hirn-Traumas weiter. Das Unternehmen hat in China erfolgreich eine klinische Phase-II-Studie abgeschlossen und nimmt derzeit Patienten in ein multizentrisches Phase-III-Programm an mehr als 20 klinischen Prüfzentren in China auf. Mit seinen Qualitätsvorteilen soll Retoxin® Patienten mit schwer beeinträchtigender Spastik eine sicherere und wirksamere Behandlungsoption bieten.

Eine neue Ära in der Therapie mit Botulinum-Neurotoxinen

„Retoxin® ist der erste kommerzielle Meilenstein unserer rekombinanten Plattform und bestätigt unsere Vision, Botulinum-Neurotoxine der nächsten Generation mit verbesserter Reinheit, Konsistenz und Sicherheit zu entwickeln", sagte Dr. Yang, wissenschaftlicher Leiter von Claruvis Pharmaceutical. „Wir bauen eine starke Pipeline rekombinanter Produkte auf, um ein breites Spektrum neurologischer und ästhetischer Indikationen abzudecken."

Herr Liu, Vorsitzender und Geschäftsführer von Claruvis Pharmaceutical, fügte hinzu: „Diese Zulassung in China ist ein wichtiger Schritt nach vorn. Wir bleiben entschlossen, unser innovatives Portfolio an rekombinanten Botulinumtoxinen weiterzuentwickeln und Patienten sowie Ärzten weltweit bahnbrechende Behandlungsoptionen bereitzustellen."

Informationen zu Claruvis Pharmaceutical

Claruvis Pharmaceutical Co., Ltd., eine Tochtergesellschaft von MingMed Biotechnology, ist ein innovationsgetriebenes biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung rekombinanter Botulinumtoxin-Produkte konzentriert. Auf der Grundlage seiner firmeneigenen Plattformen hat Claruvis Pharmaceutical als erstes Unternehmen weltweit ein rekombinantes Botulinumtoxin Typ A zur behördlichen Zulassung gebracht und damit den Übergang von herkömmlichen Methoden der natürlichen Extraktion zu einer präzisen rekombinanten Herstellung vollzogen. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit sicherere und hochwertigere Arzneimittel für ästhetische sowie therapeutische Indikationen bereitzustellen.

 

 

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Plastikröhrli-Comeback: Capri-Sun erhöht Druck auf EU-Kommission

30.04.2026

Der Trinkgetränkehersteller Capri-Sun verschärft seine Auseinandersetzung mit der Europäischen Union um den Einsatz von Plastikstrohhalmen – obwohl eine aufwendig beworbene Online-Petition klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Statt der anvisierten einen Million Unterschriften kamen innerhalb von rund eineinhalb Jahren auf der Plattform Change.org weniger als 169.000 zustande. Das Unternehmen bewirbt die Petition nach eigenen Angaben inzwischen nicht mehr aktiv, hält an dem Ziel einer Rückkehr zum Plastiktrinkhalm aber fest.

Ausgelöst wurde der Konflikt durch das seit 2021 geltende EU-Verbot für Einwegplastikprodukte wie Trinkhalme. Capri-Sun musste daraufhin seine klassischen Trinkbeutel auf Papierstrohhalme umstellen, die in Plastik verpackt an den Beuteln befestigt werden. Seitdem reißen die Beschwerden von Kundinnen und Kunden nach Unternehmensangaben nicht ab: Die Papierhalme ließen sich schlechter in die Folie stechen, würden beim Trinken weich und sorgten für einen wahrnehmbaren Papiergeschmack. Capri-Sun hat das Design der Papierhalme zwar mehrfach überarbeitet, sieht die Probleme damit aber offenbar nicht gelöst.

Strategisch setzt der Hersteller nun auf einen technischen Ansatz: Capri-Sun strebt an, künftig sowohl Trinkbeutel als auch Strohhalm aus demselben Kunststoff, Polypropylen, zu fertigen. Das Unternehmen argumentiert, ein einstoffliches System verbessere die Recyclingfähigkeit, weil Beutel und Röhrchen gemeinsam dem gleichen Stoffkreislauf zugeführt werden könnten. Man befinde sich dazu in einem „konstruktiven Austausch“ mit der EU-Kommission, wie Capri-Sun betont. Die Brüsseler Behörde bestätigt Gespräche und verweist darauf, dass das Einwegplastikverbot bis kommendes Jahr überprüft werde. Parallel arbeitet die EU an einer neuen Verpackungsverordnung mit stärkeren Vorgaben zur Recyclingfähigkeit.

Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen reagieren kritisch auf die Vorstöße des Unternehmens und verweisen auf die massive Umweltverschmutzung durch Einwegplastik, die ursprüngliche Grundlage des EU-Verbots. Die Deutsche Umwelthilfe warnt unter anderem vor Mikroplastik in Nahrungsketten. Capri-Sun wiederum sieht sich im Spannungsfeld zwischen regulatorischen Vorgaben, Umweltbedenken und Kundenerwartungen – und versucht, das Verbot nicht grundsätzlich infrage zu stellen, sondern über das Recyclingargument eine Ausnahme oder Anpassung der Regeln zu erreichen. Ob der Polypropylen-Ansatz Brüssel überzeugt, dürfte sich im Zuge der laufenden Überprüfung des Einwegplastikrahmens entscheiden.