Von Chang'an in die Welt: Xi'an setzt durch die „Air Silk Road" neue industrielle Impulse

23.04.2026

Routes Asia 2026 beleuchtet, wie die alte Hauptstadt ihren Luftverkehrsknotenpunkt nutzt, um das industrielle Wachstum voranzutreiben

XI'AN, China, 23. April 2026 /PRNewswire/ -- Die Routes Asia 2026, die führende und einzige Veranstaltung für Luftfahrt und Streckenentwicklung im asiatisch-pazifischen Raum, fand vom 14. bis 16. April in Xi'an unter dem Motto „Zusammenkunft in Xi'an für eine gemeinsame Zukunft" statt. Als hochrangige Plattform für Zusammenarbeit und Austausch zog die Veranstaltung 92 Fluggesellschaften, 128 Flughafenbetreiber sowie 32 Regierungs- und Tourismusorganisationen aus 52 Ländern an, darunter 77 Fluggesellschaften, 80 Flughafenbetreiber und 8 Regierungs- und Tourismusorganisationen aus 28 asiatischen Ländern.

Xi'an Xianyang International Airport

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung unterzeichnete Airport New City der Xixian New Area Kooperationsvereinbarungen mit CMA CGM Air Cargo, CAMEX Airlines, Georgian Airways und Geosky Airlines, um fünf neue internationale reine Frachtflugstrecken offiziell in Betrieb zu nehmen.

Der internationale Flughafen Xi'an Xianyang bedient derzeit 62 internationale (und regionale) Passagierflugstrecken, ist führend bei Verbindungen zu acht Städten in fünf zentralasiatischen Ländern und stärkt damit seine Anbindung an den Westen.

Im Jahr 2025 wurden am Flughafen 48,536 Millionen Passagiere (davon 1,993 Millionen internationale Passagiere) und 335.000 Tonnen Fracht abgefertigt, wobei die Kapazität in Spitzenzeiten 61 Flugbewegungen pro Stunde erreichte.

Inzwischen hat Xi'an die Luft- und Raumfahrtindustrie zu einer zentralen Entwicklungspriorität gemacht und nutzt seine Stärken in den Bereichen Raketenantriebe und Satellitenbau, um ein führendes ziviles Luft- und Raumfahrtcluster aufzubauen. Die Stadt beherbergt mittlerweile 3.987 Unternehmen der kommerziellen Luft- und Raumfahrt – so viele wie kein anderer Ort in China. Diese bilden ein umfassendes Ökosystem, das Raketentriebwerke, Satellitenbau, Telemetrie, Ortung und Steuerung (Telemetry, Tracking and Control, TT&C) sowie Datenanwendungen umfasst, wodurch Xi'an über die landesweit umfassendste Industriekette im Bereich der kommerziellen Luft- und Raumfahrt verfügt.

In seinem Entwurf für den 15. Fünfjahresplan strebt Xi'an an, „ein Zentrum für industrielle Technologieinnovation zu schaffen", indem es eigene Wachstumspfade in den Bereichen Zivilluftfahrt und Wirtschaft im Niedrigflughöhenbereich, kommerzielle Raumfahrt, integrierte Schaltkreise, NEVs und neue Energien entwickelt und gleichzeitig weltweit wettbewerbsfähige, innovative Produkte hervorbringt.

Nach jahrelanger strategischer Entwicklung hat Xi'an ein industrielles Ökosystem in Form eines Clusters aufgebaut, dessen Zentrum der Bezirk Yanliang (Luftfahrtstandort) bildet, und damit eines der umfassendsten Systeme der Luftfahrtindustrie in China geschaffen.

Im März letzten Jahres startete Xi'an einen dreijährigen Aktionsplan zur Stärkung der Kapazitäten im Bereich der Großflugzeuge, mit dem Ziel, bis 2027 eine Gesamtproduktion im Luftfahrtsektor von 150 Milliarden Yuan (22 Milliarden US-Dollar) zu erreichen und ein international wettbewerbsfähiges Cluster für Großflugzeuge aufzubauen.

Als nationales Zentrum für elektronische Informationen hat Xi'an ein von der Halbleiter- und Photonikbranche geprägtes Ökosystem aufgebaut. Bis Ende 2025 zählte der Sektor 233 Unternehmen, die die festgelegte Größe überschritten, und trug als wichtige Säule der Wirtschaft der Stadt 15 % zur gesamten Industrieproduktion bei.

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Plastikröhrli-Comeback: Capri-Sun erhöht Druck auf EU-Kommission

30.04.2026

Der Trinkgetränkehersteller Capri-Sun verschärft seine Auseinandersetzung mit der Europäischen Union um den Einsatz von Plastikstrohhalmen – obwohl eine aufwendig beworbene Online-Petition klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Statt der anvisierten einen Million Unterschriften kamen innerhalb von rund eineinhalb Jahren auf der Plattform Change.org weniger als 169.000 zustande. Das Unternehmen bewirbt die Petition nach eigenen Angaben inzwischen nicht mehr aktiv, hält an dem Ziel einer Rückkehr zum Plastiktrinkhalm aber fest.

Ausgelöst wurde der Konflikt durch das seit 2021 geltende EU-Verbot für Einwegplastikprodukte wie Trinkhalme. Capri-Sun musste daraufhin seine klassischen Trinkbeutel auf Papierstrohhalme umstellen, die in Plastik verpackt an den Beuteln befestigt werden. Seitdem reißen die Beschwerden von Kundinnen und Kunden nach Unternehmensangaben nicht ab: Die Papierhalme ließen sich schlechter in die Folie stechen, würden beim Trinken weich und sorgten für einen wahrnehmbaren Papiergeschmack. Capri-Sun hat das Design der Papierhalme zwar mehrfach überarbeitet, sieht die Probleme damit aber offenbar nicht gelöst.

Strategisch setzt der Hersteller nun auf einen technischen Ansatz: Capri-Sun strebt an, künftig sowohl Trinkbeutel als auch Strohhalm aus demselben Kunststoff, Polypropylen, zu fertigen. Das Unternehmen argumentiert, ein einstoffliches System verbessere die Recyclingfähigkeit, weil Beutel und Röhrchen gemeinsam dem gleichen Stoffkreislauf zugeführt werden könnten. Man befinde sich dazu in einem „konstruktiven Austausch“ mit der EU-Kommission, wie Capri-Sun betont. Die Brüsseler Behörde bestätigt Gespräche und verweist darauf, dass das Einwegplastikverbot bis kommendes Jahr überprüft werde. Parallel arbeitet die EU an einer neuen Verpackungsverordnung mit stärkeren Vorgaben zur Recyclingfähigkeit.

Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen reagieren kritisch auf die Vorstöße des Unternehmens und verweisen auf die massive Umweltverschmutzung durch Einwegplastik, die ursprüngliche Grundlage des EU-Verbots. Die Deutsche Umwelthilfe warnt unter anderem vor Mikroplastik in Nahrungsketten. Capri-Sun wiederum sieht sich im Spannungsfeld zwischen regulatorischen Vorgaben, Umweltbedenken und Kundenerwartungen – und versucht, das Verbot nicht grundsätzlich infrage zu stellen, sondern über das Recyclingargument eine Ausnahme oder Anpassung der Regeln zu erreichen. Ob der Polypropylen-Ansatz Brüssel überzeugt, dürfte sich im Zuge der laufenden Überprüfung des Einwegplastikrahmens entscheiden.