Neue Ergebnisse der randomisierten SirPAD-Studie werden auf der VIVA 2026 vom 3. bis 6. Oktober im Bellagio in Las Vegas vorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf Patienten mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit im Bereich der Oberschenkel-Kniesehnen-Arterien liegt, die eine intermittierende Claudicatio verursacht.
LAS VEGAS, 21. September 2026 /PRNewswire/ -- Im Rahmen der SirPAD-Studie wurden 1.252 Patienten mit symptomatischer infrainguinaler peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAD) randomisiert einer Angioplastie mit einem MagicTouch-Sirolimus-beschichteten Ballon (Concept Medical) oder einem unbeschichteten Ballon zugewiesen. Die Hauptstudie, die kürzlich im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, zeigte nach einem Jahr eine signifikante Verringerung schwerwiegender unerwünschter Ereignisse an den Gliedmaßen bei der MagicTouch-Angioplastie. Die neue Analyse von 597 Patienten, die wegen einer femoropoplitealen Erkrankung ohne Gewebeverlust behandelt wurden, liefert Erkenntnisse über eine klinisch wichtige Patientengruppe, bei der die Ziele der Revaskularisierung über den Erhalt der Extremität hinausgehen und auch eine dauerhafte Linderung der Symptome umfassen.
Die Ergebnisse werden von Prof. Dr. Stefano Barco (Co-PI) im Rahmen des Programms für aktuelle klinische Studien auf der VIVA 2026 vorgestellt, einer der führenden internationalen Fachtagungen zum Thema periphere Gefäßerkrankungen und endovaskuläre Therapie.
Über die SirPAD-Studie
Die SirPAD-Studie ist eine akademische, von Forschern initiierte randomisierte kontrollierte Studie (RCT), in der der mit Sirolimus beschichtete Ballon (MagicTouch PTA) mit der Behandlung mittels unbeschichtetem Ballon bei Patienten mit einer Erkrankung der Femoro-Popliteal-Arterie oder einer Erkrankung unterhalb des Knies verglichen wird. An der Studie nahmen 1.252 Patienten teil; das primäre Ergebnis wurde im des New England Journal of Medicine veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Behandlung mit dem Sirolimus-beschichteten Ballon hinsichtlich des MALE-Endpunkts sowohl nicht unterlegen als auch überlegen gegenüber dem unbeschichteten Ballon war.
Informationen zu Concept Medical
Die Concept Medical Group entwickelt innovative Technologien zur Wirkstoffabgabe für koronare und periphere Gefäßinterventionen. Das Unternehmen ist der Entwickler von MagicTouch PTA, dem mit Sirolimus beschichteten Ballon, der im Rahmen der randomisierten SirPAD-Studie untersucht wurde.
Weitere Informationen: www.conceptmedical.com
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Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.