DÜSSELDORF, 21. April 2026 /PRNewswire/ -- Rockwell Automation, Inc. (NYSE: ROK), das weltweit größte Unternehmen für industrielle Automatisierung und digitale Transformation, stellt auf der Hannover Messe 2026 neue Ansätze für die Fabrikplanung und den industriellen Betrieb vor. Dabei wird besonders gezeigt, wie mit der Cloud verbundene Daten, digitale Zwillinge, autonome Systeme und industrielle KI zusammenwirken können, um eine flexiblere und widerstandsfähigere Fertigung zu ermöglichen. Die gemeinsamen Vorführungen finden vom 20. bis 24. April bei Amazon Web Services (AWS) in Halle 15 am Stand D76 statt.

Die Vorführungen kombinieren Rockwells industrielle Automatisierung, Fabrikplanungs-Software und autonome mobile Roboter (AMRs) mit den Cloud- und Analysefunktionen von AWS. Sie veranschaulichen, wie Hersteller physische Abläufe mit Cloud-basierter Intelligenz verbinden können, um tiefere Einblicke zu gewinnen und eine kontinuierliche Optimierung zu fördern.
Im Rahmen der Demonstrationen wird das Global Engineering Services-Team von Amazon zeigen, wie es die dynamische Digital-Twin-Software Emulate3D™ von Rockwell einsetzt, um digitale Zwillinge von Fulfillment- und Industrieumgebungen zu erstellen. Digital-Twin-Modelle ermöglichen es Teams, Layouts und Betriebsabläufe bereits in einer frühen Phase der Konstruktion zu bewerten, einschließlich Physik-basierter Simulationen, die mit speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) verbunden sind, um Test- und Inbetriebnahmevorgänge effizienter abzuschließen. Der Digital Twin wird vor der Markteinführung genutzt, um Entwürfe ohne physische Hardware zu testen und Fehler vor der Inbetriebnahme aufzudecken, sowie nach der Markteinführung, um die Leistung zu validieren.
„Von den Herstellern wird erwartet, dass sie flexibler agieren und gleichzeitig die zunehmende Komplexität in Produktion und Logistik bewältigen", sagte Felix Tang, Senior Manager Strategic Partnerships bei Rockwell Automation. „Indem wir unsere Expertise in den Bereichen Industrieautomation und Branchenwissen mit AWS kombinieren, zeigen wir, wie Hersteller Daten von Maschinen, Robotern und aus Materialflüssen auf einer gemeinsamen Grundlage zusammenführen können, die eine intelligentere Entscheidungsfindung in großem Maßstab ermöglicht."
In Zusammenarbeit mit Amazon und AWS wird Rockwell zeigen, wie Digital-Twin-Umgebungen mithilfe einer Cloud-basierten Architektur auf AWS bereitgestellt werden können. Der Ansatz verdeutlicht, wie Hersteller Cloud-Infrastruktur nutzen können, um verteilte Aktivitäten der Fabrikplanung und -inbetriebnahme zu unterstützen.
Die Unternehmen werden zudem autonome Abläufe vorstellen, die durch mobile Roboter ermöglicht werden. Abläufe in der Industrie stützen sich traditionell auf fragmentierte Daten aus Produktionsanlagen, Materialflusssystemen und Unternehmensanwendungen. Diese mangelnde Integration erschwert es, zu verstehen, wie sich Entscheidungen in einem Bereich – etwa in der Logistik oder beim Personaleinsatz – auf die Gesamtleistung auswirken.
Auf der Hannover Messe zeigen Rockwell und AWS, wie diese Herausforderungen durch ein vernetztes, Cloud-basiertes Szenario bewältigt werden können. Hierbei bildet ein vereinfachter Produktionslogistik-Workflow den realen Betriebsablauf ab. Während AMRs von OTTO, einem Unternehmen von Rockwell Automation, den Materialtransport steuern, demonstriert ein humanoider Roboter menschenzentrierte Aufgaben wie die Handhabung von Materialien und die Interaktion mit Besuchern. Zusammen generieren diese Systeme Betriebsdaten. Diese können über Rockwell-Software aggregiert und sicher mit AWS verbunden werden. Dadurch werden Einblicke – über die Fabrik hinaus – in die Bereiche Produktion, Logistik und Personalaktivitäten ermöglicht.
Die Präsentation veranschaulicht besonders eine gemeinsame Datenbasis, bei der Daten aus autonomen Systemen einmal erfasst und dann in Monitoring-, Analyse- und Optimierungsabläufen wiederverwendet werden. Durch die Kombination von autonomer Robotik, industrieller Software sowie Cloud-basierten Analysen und KI zeigt die Demonstration, wie Hersteller Silos aufbrechen und von reaktiven zu adaptiveren, datengesteuerten Betriebsabläufen übergehen können.
Zusätzlich zu den bestehenden Angeboten plant Rockwell, ausgewählte Anwendungen von Industriesoftware über den AWS Marketplace verfügbar zu machen, darunter:
Besucher, die sich für diese innovativen Lösungen von Rockwell und AWS interessieren, können sich für eine kostenlose Eintrittskarte zur Hannover Messe anmelden.
Informationen zu Rockwell Automation
Rockwell Automation, Inc. (NYSE: ROK), ist ein weltweit führendes Unternehmen für industrielle Automatisierung und digitale Transformation. Wir verbinden die Vorstellungskraft von Menschen mit dem Potenzial der Technologie, um die Grenzen des Menschenmöglichen zu verschieben und die Welt produktiver und nachhaltiger zu machen. Rockwell Automation hat seinen Hauptsitz in Milwaukee, Wisconsin, und beschäftigt am Ende des Geschäftsjahres 2025 rund 26.000 Problemlöser, die sich für unsere Kunden in mehr als 100 Ländern einsetzen. Um mehr darüber zu erfahren, wie wir das Connected Enterprise® in Industrieunternehmen zum Leben erwecken, besuchen Sie bitte http://www.rockwellautomation.com.
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Der Trinkgetränkehersteller Capri-Sun verschärft seine Auseinandersetzung mit der Europäischen Union um den Einsatz von Plastikstrohhalmen – obwohl eine aufwendig beworbene Online-Petition klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Statt der anvisierten einen Million Unterschriften kamen innerhalb von rund eineinhalb Jahren auf der Plattform Change.org weniger als 169.000 zustande. Das Unternehmen bewirbt die Petition nach eigenen Angaben inzwischen nicht mehr aktiv, hält an dem Ziel einer Rückkehr zum Plastiktrinkhalm aber fest.
Ausgelöst wurde der Konflikt durch das seit 2021 geltende EU-Verbot für Einwegplastikprodukte wie Trinkhalme. Capri-Sun musste daraufhin seine klassischen Trinkbeutel auf Papierstrohhalme umstellen, die in Plastik verpackt an den Beuteln befestigt werden. Seitdem reißen die Beschwerden von Kundinnen und Kunden nach Unternehmensangaben nicht ab: Die Papierhalme ließen sich schlechter in die Folie stechen, würden beim Trinken weich und sorgten für einen wahrnehmbaren Papiergeschmack. Capri-Sun hat das Design der Papierhalme zwar mehrfach überarbeitet, sieht die Probleme damit aber offenbar nicht gelöst.
Strategisch setzt der Hersteller nun auf einen technischen Ansatz: Capri-Sun strebt an, künftig sowohl Trinkbeutel als auch Strohhalm aus demselben Kunststoff, Polypropylen, zu fertigen. Das Unternehmen argumentiert, ein einstoffliches System verbessere die Recyclingfähigkeit, weil Beutel und Röhrchen gemeinsam dem gleichen Stoffkreislauf zugeführt werden könnten. Man befinde sich dazu in einem „konstruktiven Austausch“ mit der EU-Kommission, wie Capri-Sun betont. Die Brüsseler Behörde bestätigt Gespräche und verweist darauf, dass das Einwegplastikverbot bis kommendes Jahr überprüft werde. Parallel arbeitet die EU an einer neuen Verpackungsverordnung mit stärkeren Vorgaben zur Recyclingfähigkeit.
Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen reagieren kritisch auf die Vorstöße des Unternehmens und verweisen auf die massive Umweltverschmutzung durch Einwegplastik, die ursprüngliche Grundlage des EU-Verbots. Die Deutsche Umwelthilfe warnt unter anderem vor Mikroplastik in Nahrungsketten. Capri-Sun wiederum sieht sich im Spannungsfeld zwischen regulatorischen Vorgaben, Umweltbedenken und Kundenerwartungen – und versucht, das Verbot nicht grundsätzlich infrage zu stellen, sondern über das Recyclingargument eine Ausnahme oder Anpassung der Regeln zu erreichen. Ob der Polypropylen-Ansatz Brüssel überzeugt, dürfte sich im Zuge der laufenden Überprüfung des Einwegplastikrahmens entscheiden.