GENOA, Italien, 26. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Der neue Verwaltungsrat der RINA S.p.A. hat Paolo Moretti, derzeit General Manager, zum Vorstandsvorsitzenden der Gruppe ernannt. Moretti tritt die Nachfolge von Carlo Luzzatto an, der die Gruppe seit Dezember 2023 geleitet hat. Der Verwaltungsrat spricht Luzzatto seinen aufrichtigen Dank für sein Engagement für die Entwicklung der Gruppe aus. Ugo Salerno wird weiterhin als Verwaltungsratsvorsitzender tätig sein und die Verantwortung für Kommunikation und institutionelle Beziehungen tragen.

Der Führungswechsel markiert einen weiteren Schritt in der Entwicklung von RINA, im Einklang mit der Wachstumsstrategie, die mit den Aktionären, dem Registro Italiano Navale und dem Fondo Italiano d'Investimento, vereinbart wurde.
Im Rahmen der neuen Organisationsstruktur hat Giosuè Vezzuto die Nachfolge von Paolo Moretti als CEO von RINA Services angetreten, dem Konzernteil, der in den Bereichen Schifffahrt und Zertifizierung tätig ist.
Ugo Salerno, Verwaltungsratsvorsitzender von RINA S.p.A.: „Wir haben einen außergewöhnlichen Wachstumskurs eingeschlagen und unseren Umsatz in den letzten fünf Jahren auf weit über eine Milliarde Euro mehr als verdoppelt. Heute treten wir in eine neue Phase ein, in der es darum geht, unsere Entwicklung weiter zu beschleunigen. Paolo Morettis Erfahrung, seine Marktkenntnis und sein Beitrag zum Wachstum der Gruppe bilden eine solide Grundlage für die Leitung von RINA, wobei er auf die hohe Qualität unserer Dienstleistungen und die Expertise unserer Mitarbeitenden aufbauen kann."
Paolo Moretti, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer von RINA S.p.A.: „Ich habe einen Großteil meiner beruflichen Laufbahn bei RINA verbracht und konnte mich aus erster Hand von der Kompetenz unserer Mitarbeiter und der Fähigkeit des Unternehmens überzeugen, Veränderungen zu antizipieren. Ich übernehme diese Verantwortung mit großer Begeisterung und bin mir der damit verbundenen Verpflichtung voll und ganz bewusst. Unsere Herausforderung besteht darin, unsere strategischen Ziele weiterhin in greifbare Ergebnisse umzusetzen und in fortschrittlichere, zunehmend digitale Dienstleistungen zu investieren."
Der Schiffsbauingenieur Paolo Moretti kam 1997 zu RINA. Er hatte Positionen mit zunehmender Verantwortung in Italien und auf internationaler Ebene inne, wobei sein Schwerpunkt auf der strategischen und kommerziellen Entwicklung lag. Innerhalb der Gruppe leitete er mehrere Geschäftsbereiche und bekleidete Führungspositionen, darunter die des Geschäftsführers des Geschäftsbereichs Marine, des Executive Vice President für strategische Entwicklung im Bereich Marine sowie des Chief Commercial Officer. Von 2020 bis 2026 war er CEO von RINA Services.
RINA, ein führendes Zertifizierungs- und Ingenieurunternehmen, bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen in den Bereichen Energie, Schifffahrt, Infrastruktur und Mobilität, Zertifizierung, Industrie und Immobilien an. Mit einem Umsatz von über 1 Milliarde Euro im Jahr 2025, mehr als 7.000 Mitarbeitern und 200 Niederlassungen in 70 Ländern weltweit ist RINA Mitglied wichtiger internationaler Organisationen und trägt zur Entwicklung neuer gesetzlicher Standards bei.
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Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.
Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.
Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.
Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.