DUBLIN, 16. März 2026 /PRNewswire/ -- Die Pure Data Centres Group (Pure DC), der Entwickler und Betreiber von Hyperscale-Cloud- und KI-Rechenzentren, gab heute gemeinsam mit AVK, Europas führendem Anbieter von Primär-, Reserve- sowie bedarfsgerecht abrufbaren Stromversorgungslösungen für Rechenzentren und KI-Infrastruktur, den Start von Europas erstem groß angelegten Mikronetz mit 110 MW vor Ort bekannt, das zur Unterstützung der Betriebssicherheit des Standorts in frühen Entwicklungsphasen entwickelt wurde.
Das auf dem Dubliner Campus von Pure DC installierte Energiesystem eröffnet in den frühen Entwicklungsphasen die Möglichkeit, den Rechenzentrumsbetrieb durch bedarfsgerecht abrufbare Leistung zu unterstützen, bevor mit verfügbarer Netzanschlusskapazität die vollständige Einbindung in das nationale Stromnetz erfolgt. Langfristig soll der Campus als Teil eines hybriden Energiekonzepts betrieben werden, das netzseitig gelieferten Strom mit einer Infrastruktur vor Ort kombiniert, die Flexibilität, Widerstandsfähigkeit sowie Systemstabilität erhöht.
Dieser erste Einsatz seiner Art in Europa zeigt, wie AVKs Mikronetztechnologie für die Stromerzeugung vor Ort genutzt werden kann sowie welche Übergangs- und Ergänzungsrolle sie beim Ausbau strategisch wichtiger digitaler Infrastruktur spielen kann. Dies gilt insbesondere für Regionen, in denen Netzausbau sowie erneuerbare Erzeugungskapazitäten im Rahmen nationaler Planungsrahmen schrittweise umgesetzt werden.
Das Mikronetz dient zudem als innovatives Modell für die Energieerzeugung und zeigt, wie groß angelegte Mikronetze in ganz Europa umgesetzt werden können – wobei Deutschland, die Niederlande sowie das Vereinigte Königreich als zentrale Zielmärkte für die Technologie identifiziert wurden.
Tom O'Leary, Bürgermeister des Fingal County Council, sagte: „Fingal möchte weiterhin eine Vorreiterrolle bei bahnbrechenden Technologien einnehmen, zugleich wissen wir, dass Fortschritt auf eine Weise umgesetzt werden muss, die klimafreundlich, resilient und mit Irlands Energiewende vereinbar ist. Deshalb ist dieses Projekt so wichtig. Ein Mikronetz, das seinen Strom selbst erzeugen und steuern kann, die künftige Einbindung in das nationale Stromnetz unterstützt, erneuerbare Energien integriert, Speicherung ermöglicht sowie neue kohlenstoffarme Brennstoffe wie Biomethan erprobt – das ist Innovation mit klarem Nutzen."
Gary Wojtaszek, geschäftsführender Vorsitzender und interimistischer Geschäftsführer von Pure DC: „Das größte Hindernis für den Ausbau von KI-Infrastruktur in Europa ist heute nicht die Technologie – es ist die Stromversorgung. Dieses Mikronetz zeigt, dass selbst Märkte mit besonders knappen Stromkapazitäten neue digitale Kapazitäten erschließen können, und gibt Irland die Chance, Europas nächstes Kapitel der KI-Infrastruktur anzuführen. Die Zukunft der KI-Infrastruktur wird dort entstehen, wo Energie und Rechenleistung zusammenkommen – und genau das bauen wir bei Pure auf."
Zum Projekt sagte Ben Pritchard, Geschäftsführer von AVK-SEG, „Wir freuen uns, gemeinsam mit Pure DC dieses wegweisende Projekt umgesetzt zu haben. Während in den USA bereits mehrere Mikronetze in Betrieb sind, gab es solche Implementierungen in Europa bislang nicht. Dieses Projekt zeigt, wie eine sorgfältig konzipierte Energieinfrastruktur vor Ort nationale Planungsrahmen für die Energieversorgung ergänzen kann."
„Das trägt der Tatsache Rechnung, dass Strom heute das neue Differenzierungsmerkmal für Rechenzentren ist und dass Energie sich von einem Versorgungsfaktor zu einem strategischen Aktivposten entwickelt hat – und damit Standort, Auslegung, Wirtschaftlichkeit sowie Wettbewerbsfähigkeit der Betreiber prägt. Als erstes von vielen in Europa hat dieses Mikronetz das Potenzial, den Wettbewerb um die Stromversorgung von Rechenzentren, wie wir ihn heute kennen, grundlegend zu verändern – mit einer ergänzenden Lösung, die Netzengpässe entschärfen und den Weg für eine stärkere Nutzung von KI und Cloud ebnen wird."
Strom für die digitale Wirtschaft
Das Mikronetz von Pure DC besteht aus drei miteinander verbundenen Energiezentren, wobei jedes Gebäude bis zu 30 MW Strom erzeugt. Energiezentrum 1 (EC1) sowie EC2 werden bis Ende 2026 vollständig betriebsbereit sein; EC3 wird zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Das Konzept umfasst die Fähigkeit zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK); die erforderliche Infrastruktur für Wärmerückgewinnung sowie einen möglichen künftigen Anschluss an Fernwärmenetze ist bereits vorhanden, vorbehaltlich der Nachfrage Dritter und behördlicher Genehmigungen. Zur Verbesserung der betrieblichen Effizienz in den Energiezentren kommen zudem Abwärmerückgewinnungssysteme zum Einsatz.
Zu den künftigen Maßnahmen im Wassermanagement gehören die Nutzung von Regenwasser sowie die Aufbereitung vor Ort, wodurch die Abhängigkeit von Leitungswasser für motorbezogene Prozesse verringert wird.
Das System ist so ausgelegt, dass schrittweise Änderungen der Brennstoffzusammensetzung einschließlich der Beimischung von Wasserstoff möglich sind; damit unterstützt es die künftige Dekarbonisierung des Gasnetzes im Einklang mit nationalen energiepolitischen Entwicklungen.
Das Batterie-Energiespeichersystem (BESS) von Pure DC ist integriert, um Lastschwankungen auszugleichen und die betriebliche Effizienz zu erhöhen, Reaktionszeiten zu verbessern sowie einen optimierten Motorbetrieb zu ermöglichen. Das BESS ist darauf ausgelegt, künftig auch die Integration erneuerbarer Energien als Teil eines umfassenderen Transformationspfads zu unterstützen.
Weitere Informationen dazu, wie Pure sein Mikronetz dekarbonisiert, finden Sie hier.
Informationen zur Pure Data Centres Group
Pure DC baut und betreibt in Europa sowie im Nahen Osten Rechenzentren für einige der weltweit größten Hyperscaler. Mit mehr als 1 GW an Kapazität, die bereits in Betrieb ist oder sich in Entwicklung befindet, sind wir darauf spezialisiert, komplexe Herausforderungen wie Flächenverfügbarkeit, begrenzte Stromkapazitäten sowie regulatorische Hürden zu bewältigen. Wir setzen uns dafür ein, dauerhafte positive Veränderungen voranzutreiben, die Umweltauswirkungen digitaler Infrastruktur zu verringern sowie vertrauensvolle, langfristige Beziehungen zu unseren Kunden, Partnern und den Gemeinden vor Ort aufzubauen.
Weitere Informationen zu Pure DC finden Sie auf www.puredc.com.
Informationen zu AVK
AVK ist der größte und am schnellsten wachsende Anbieter innovativer Stromversorgungslösungen für Rechenzentren sowie für führende Organisationen im Vereinigten Königreich und in Europa. Wir sind auf alle Aspekte von Konzeption, Planung, Umsetzung sowie laufender Wartung spezialisiert.
Bei AVK versorgen wir die Datenwelt von morgen mit Energie. Wir verändern die Art und Weise, wie die Datenbranche Energie bezieht und nutzt, indem wir innovative und nachhaltige Lösungen entwickeln. Wir setzen modernste Lösungen für unsere Kunden um und helfen ihnen damit, ihren Energiebedarf zu decken sowie ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Mit Niederlassungen und Hubs im gesamten Vereinigten Königreich sowie in Europa ist AVK aufgrund seiner operativen Größe und Umsetzungskraft einzigartig aufgestellt, um komplexe, groß angelegte und wegweisende Ingenieur- und Energieprojekte zu realisieren.
AVK – Powering Tomorrow's Data (Energie für die Daten von morgen)
Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an: puredc@pagefield.co.uk
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Die wirtschaftliche Lage für Unternehmen in Deutschland hat sich 2025 spürbar eingetrübt. Nach einer aktuellen Analyse des Wirtschaftsinformationsdienstes CRIF ist die Zahl der Firmeninsolvenzen auf rund 24.000 Fälle gestiegen und liegt damit so hoch wie seit 2014 nicht mehr. Gegenüber 2024, als 21.964 Unternehmensinsolvenzen registriert wurden, entspricht das einem Plus von 9,6 Prozent. Parallel dazu stuft CRIF inzwischen mehr als zehn Prozent der deutschen Firmen als insolvenzgefährdet ein.
Als wesentliche Treiber des Anstiegs nennt CRIF-Geschäftsführer Frank Schlein ein ganzes Bündel an Belastungsfaktoren. Viele Betriebe kämpften demnach mit hohen Energie- und Produktionskosten, zusätzlicher Bürokratie sowie anhaltenden Störungen in Lieferketten und Absatzmärkten. Auf der Nachfrageseite blieb die Konsumlaune verhalten, da gestiegene Lebenshaltungskosten das frei verfügbare Einkommen der privaten Haushalte schmälerten. Besonders kleinere Unternehmen und mittelständische Strukturen geraten laut Schlein dadurch unter wachsenden finanziellen Druck, der sich nun in der steigenden Zahl an Insolvenzen materialisiert.
Die geopolitische Lage verstärkt die Unsicherheit. Der Irankrieg hat laut der CRIF-Analyse zu deutlichen Preissteigerungen bei Öl und Gas geführt und damit die Aussichten für Inflation und Wachstum erneut eingetrübt – in Deutschland wie auch international. Viele der positiven Signale, die es in den vergangenen Monaten etwa bei der Unternehmensstimmung gegeben habe, würden durch die höheren Energie- und Beschaffungskosten teilweise überlagert. Zwar habe sich die lange Zeit zurückhaltende Stimmung in den Betrieben zuletzt etwas aufgehellt, doch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibe fragil.
CRIF rechnet damit, dass sich der Aufwärtstrend bei den Firmenpleiten im Jahr 2026 fortsetzen wird. Der Ausblick ist geprägt von der Kombination aus anhaltend hohen Kosten, geopolitischen Risiken und nur zögerlich anziehender Nachfrage. Für Unternehmen erschwert das die langfristige Planung und dämpft Investitionsbereitschaft. Besonders dort, wo finanzielle Puffer bereits aufgezehrt sind, steigt damit die Wahrscheinlichkeit weiterer Insolvenzen – trotz einzelner Lichtblicke in einzelnen Branchen und Regionen.