Neue globale Studie: Digitale Transformation für 90 Prozent der Hersteller unerlässlich

19.05.2026

„State of Smart Manufacturing Report 2026" zeigt, dass Hersteller den Einsatz von KI ausweiten, Betriebsabläufe optimieren und sich auf messbare Ergebnisse konzentrieren

MILWAUKEE, 19. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Rockwell Automation, Inc. (NYSE: ROK), das weltweit größte Unternehmen für industrielle Automatisierung und digitale Transformation, hat heute zum elften Mal die Ergebnisse des alljährlichen State of Smart Manufacturing Reports bekannt gegeben. Die weltweite Studie mit mehr als 1500 Herstellern aus 17 Ländern zeigt einen sich ändernden Branchenfokus: Fabrikanten diskutieren nicht länger darüber, ob sie digitale Technologien einführen, sondern wie sie diese am besten einsetzen, skalieren und einen messbaren Nutzen daraus ziehen.

90% of manufacturers say digital transformation is now essential, according to new global study

Der Bericht kennzeichnet einen Wendepunkt in der Branche, da viele Fertigungsunternehmen von der Experimentierphase zu einer umfassenderen Bereitstellung digitaler Funktionen übergehen. Weniger Hersteller führen Pilotprojekte durch, während ein größerer Teil Technologien für die intelligente Fertigung aktiv in alltäglichen Betriebsabläufen einsetzt.

Die Studie ergab, dass 90 Prozent der Fabrikanten die digitale Transformation jetzt als entscheidenden Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit betrachten, was die Entwicklung hin zu einer grundlegenden Geschäftsanforderung widerspiegelt.

„Branchenweit sehen sich Hersteller mit mehr Komplexität und Druck konfrontiert als je zuvor im letzten Jahrzehnt", sagt Blake Moret, Vorstandsvorsitzender und CEO von Rockwell Automation. „Im diesjährigen Forschungsbericht geht es nicht nur um Herausforderungen, sondern darum, wie führende Unternehmen darauf reagieren, indem sie die digitale Transformation zu einer Kernpriorität für ihren Betrieb machen. Erfolge erzielen vor allem jene Unternehmen, die Technologie, Menschen und Prozesse miteinander verknüpfen, um Erkenntnisse in bessere Entscheidungen, eine höhere Leistungsfähigkeit und mehr Widerstandsfähigkeit umzusetzen."

Zu den wichtigsten Resultaten des „State of Smart Manufacturing Reports 2026" zählen folgende Erkenntnisse:

Hersteller gehen von Pilotprojekten zur Skalierung über:

Sechs von zehn Herstellern (59 Prozent) berichten, dass sie aktiv auf Technologien für die intelligente Fertigung setzen, um ihre Betriebsabläufe zu unterstützen. Lediglich 18 Prozent befinden sich noch in Pilotphasen, was einen Rückgang der von Pilotprojekten geprägten Phase markiert, die die vergangenen Jahre dominierte.

KI fungiert als Motor für industrielle Wettbewerbsvorteile:

Ein Drittel der Betriebsvorgänge (34 Prozent) wird aktuell durch KI ergänzt, um Qualität, Cybersecurity und Prozessoptimierung zu fördern. Hersteller gehen davon aus, dass bis 2030 mehr als die Hälfte der Prozesse KI-gestützt sein wird, was die Rolle von KI als zentrale betriebliche Funktion unterstreicht. 

Operational Intelligence ist jetzt ein Alleinstellungsmerkmal:

Während Unternehmen kontinuierlich größere Mengen an Daten erfassen, werden nur 43 Prozent davon effektiv genutzt. Dies zeigt, dass die Umsetzung der Faktor ist, der die Leistung beeinträchtigt – und nicht die Datenverfügbarkeit.

Cybersecurity stellt eine betriebliche Realität dar:

Nahezu die Hälfte der Hersteller (46 Prozent) war im vergangenen Jahr mindestens einmal von einem Cybersecurity-Vorfall betroffen, was die zunehmende Anfälligkeit widerspiegelt, da Betriebsabläufe immer vernetzter und autonomer werden. Sichere, integrierte IT-/OT-Architekturen sind nun eine Grundvoraussetzung für die Skalierung von KI- und fortschrittlichen Automatisierungstechnologien.

Der Bericht kommt außerdem zu dem Schluss, dass Hersteller mit ihren Investitionen in die Transformation auf messbare Ergebnisse rund um höhere Qualität, niedrigere Kosten, geringere Betriebsrisiken und bessere Gesamtanlageneffektivität abzielen. Ein Drittel der Betriebsbudgets wird weiterhin für industrielle Technologie aufgewendet, was auf nachhaltige, umsetzungsorientierte Investitionen statt kurzfristige Experimente hindeutet.

Der State of Smart Manufacturing Report 2026 stützt sich auf mehr als ein Jahrzehnt globaler Forschung und hebt wesentliche Aspekte hervor, die moderne industrielle Betriebsabläufe prägen, darunter Erkenntnisse, Widerstandsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und die Transformation der Belegschaft. 

Den vollständigen State of Smart Manufacturing Report 2026 finden Sie hier.

Methodik

Dieser Report umfasst das Feedback von 1560 Befragten aus 17 der führenden Industrieländer, wobei die Positionen vom Management bis hin zur Vorstandsebene reichen. Er wurde von Sapio Research in Zusammenarbeit mit Rockwell Automation erstellt. Die Umfrageteilnehmer stammen aus verschiedenen Branchen, darunter Konsumgüter, Lebensmittel und Getränke, Automobilindustrie, Halbleiter, Energie, Life Sciences etc. Durch eine ausgewogene Verteilung der Unternehmensgrößen – mit Umsätzen von 100 Mio. bis über 30 Mrd. US-Dollar – deckt die Umfrage ein breites Spektrum an Perspektiven im Fertigungssektor ab.

Über Rockwell Automation

Rockwell Automation, Inc. (NYSE: ROK) ist ein weltweit führender Anbieter für industrielle Automatisierung und digitale Transformation. Wir verbinden die Kreativität von Menschen mit der Leistungsfähigkeit von Technologie, um die Grenzen des menschlich Möglichen zu verschieben und die Welt produktiver und nachhaltiger zu gestalten. Der Firmensitz von Rockwell Automation befindet sich in Milwaukee, Wisconsin, USA. Rockwell Automation beschäftigt etwa 26 000 Mitarbeiter, die Kunden in mehr als 100 Ländern zur Seite stehen. Weitere Informationen zur Umsetzung des Connected Enterprise® in Industrieunternehmen finden Sie unter www.rockwellautomation.com.

Rockwell Automation logo

Foto – https://mma.prnewswire.com/media/2982402/Rockwell_11th_Annual_State_of_Smart_Manufacturing_Report.jpg 

Logo – https://mma.prnewswire.com/media/2487262/Rockwell_Automation_Logo.jpg

 

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Nach BAG-Urteil: Bremen startet Vorreiterprojekt zur Zeiterfassung an Schulen

15.06.2026

Im Land Bremen beginnt nach den Sommerferien ein Pilotprojekt, das den Arbeitsalltag von Lehrkräften grundlegend verändern könnte. An neun ausgewählten Schulen erfassen die Lehrerinnen und Lehrer künftig ihre gesamte Arbeitszeit digital – weit über die bisher dokumentierten Unterrichtsstunden hinaus. Bildungsenator Mark Rackles (SPD) spricht von einem Schritt, der Schule "perspektivisch" verändern werde. Erste Auswertungen des Testlaufs werden für Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet.

Hintergrund ist die gewachsene Bandbreite an Aufgaben, die im bisherigen System kaum abgebildet wird. Neben Unterricht kommen Elternarbeit, Team- und Gremienarbeit, Konferenzen, Schulentwicklungsprojekte sowie Fahrten hinzu. Lehrkräfte berichten zudem von regelmäßigem Arbeiten am Abend oder am Wochenende, etwa für Vorbereitung, Korrekturen oder digitale Kommunikation mit Eltern und Schülerinnen und Schülern. Nach Ansicht des Senats soll diese Belastung künftig sichtbar und systematisch erfasst werden.

Technisch setzt Bremen auf ein digitales Tool, auf das Lehrkräfte per Smartphone oder Rechner zugreifen können. Sie tragen Datum, Uhrzeit und Art der Tätigkeit ein – zur Auswahl stehen Kategorien wie "Unterricht", "Coaching" oder "Austausch"; auch Abwesenheiten durch Krankheit oder Urlaub werden eingepflegt. Das Projekt ist auf ein gesamtes Schuljahr angelegt. In einer Einführungsphase lernen Lehrkräfte die Anwendung kennen, anschließend analysieren Projektgruppen erste Ergebnisse und suchen insbesondere mit stark belasteten Lehrkräften das Gespräch, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Politisch und arbeitsrechtlich geht es um mehr als ein Softwareprojekt. Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – und damit auch Lehrkräfte – ihre Arbeitszeit erfassen. Der Bremer Testlauf soll daher grundsätzliche Fragen klären: In welchem Umfang ist Wochenendarbeit zulässig? Wie wird eine Klassenfahrt bewertet? Wie lassen sich Teilzeitmodelle, Datenschutz und Gestaltungsspielräume bei der Arbeitszeit unter einen Hut bringen? Rackles betont, das Vorhaben sei nicht nur für Bremen gedacht, sondern solle Erkenntnisse für alle Bundesländer liefern.