BARCELONA, Spanien, 13. März 2026 /PRNewswire/ -- Auf dem MWC 2026 veröffentlichte Andy Hicks, Senior Principal Analyst for GlobalData, ein White Paper mit dem Titel Reinventing Voice: A Converged, AI-Enabled, and Multimodal Voice Core for the Next Generation of Telecommunications (Reinventing Voice: Ein konvergenter, KI-gestützter und multimodaler Sprachkern für die nächste Generation der Telekommunikation). Das Whitepaper unterstreicht, dass Netzbetreiber im Zeitalter der KI ein vollständig konvergiertes Sprachnetz nutzen können, um KI-Dienste zu innovieren und den Wert von Sprachdiensten neu zu definieren.

Vollständig konvergentes Sprachnetz: Die optimale Wahl für Betreiber, die Multi-Generationen-Netzwerke verwalten
Während sich 5G-A weiter ausbreitet, bleibt die Entwicklung der globalen Netzstandards uneinheitlich. Obwohl die 2G- und 3G-Netze das Ende ihrer Lebensdauer erreichen, müssen einige Betreiber sie aufrechterhalten, um wichtige Dienste wie M2M-Kommunikation und internationales Roaming zu unterstützen. In diesem Zusammenhang wird ein vollständig konvergentes Sprachnetz, das 2G-, 3G-, 4G- und 5G-Dienste verarbeiten kann, für die Betreiber immer wichtiger. Mit einem solchen Netz werden die operativen Herausforderungen, die sich aus dem Lebenszyklus ergeben, bewältigt und die Voraussetzungen für eine nahtlose künftige Entwicklung geschaffen.
Angesichts der weltweiten Verlagerung hin zur Containerisierung erleichtert die vollständig konvergente Architektur einen reibungslosen Übergang von VMs zu Containern. Dieser Ansatz ermöglicht es den Betreibern, ihre Gesamtbetriebskosten zu senken und gleichzeitig kontinuierliche Innovationen und flexible Aktualisierungen der Sprachdienste aufrechtzuerhalten.
KI + Sprache: Die Wertsteigerung der Sprachdienste von Netzbetreibern in drei Schritten
Die rasante Entwicklung von KI bietet neue Möglichkeiten für die Innovation bei Sprachdiensten. Andy Hicks ist der Ansicht, dass eine tiefgreifende Integration von KI und Sprache in drei wichtigen Schritten erreicht werden kann.
Erstens wird die KI eingesetzt, um das grundlegende Anruferlebnis zu verbessern und einen Wettbewerbsvorteil gegenüber OTT-Anwendungen zu schaffen. Typische Beispiele sind die intelligente Rauschunterdrückung und die verbesserte räumliche Audio-Immersion, die Anrufe auf ein höheres Kommunikationsniveau hebt.
Als Nächstes wird die KI in Audiokanäle integriert, um innovative Funktionen wie Echtzeitübersetzung und intelligente Anrufzusammenfassungen einzuführen. Diese Dienste stellen keine zusätzlichen Anforderungen an die Endgeräte. Betreiber können diese Dienste schnell einsetzen, um sich einen First-Mover-Vorteil bei KI-gesteuerten Sprachinnovationen zu verschaffen.
Und schließlich wird KI in Video- und Datenkanäle integriert, um die Sprachinnovation von der monomodalen zur multimodalen Variante voranzutreiben und Dienste wie interaktiven Kundensupport und Gesundheitsassistenten zu ermöglichen sowie das Konzept des Call-as-a-Service zu verwirklichen.
Andy Hicks betonte, dass Betreiber die durch KI gebotenen Möglichkeiten nutzen sollten. Indem sie ein vollständig konvergiertes Sprachnetz als Grundlage nutzen, können sie Serviceinnovationen vorantreiben und den Kernwert von Sprachdiensten neu beleben – angetrieben durch die doppelten Fortschritte von 5G-A und KI.
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Unmittelbar vor Beginn der Leipziger Buchmesse 2026 gerät die Kulturpolitik des parteilosen Kulturstaatsministers Wolfram Weimer in den Fokus. In Sachsen sorgt der von Weimer verfügte Stopp des geplanten Erweiterungsbaus der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) in Leipzig für scharfe Kritik. Die kulturpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion im Sächsischen Landtag, Luise Neuhaus-Wartenberg, warnt vor einem drohenden Verlust von rund sieben Millionen Euro, die bereits in die Planung des Projekts geflossen seien. Die DNB hatte zuvor darauf hingewiesen, dass die Magazinkapazitäten am Leipziger Standort nahezu ausgeschöpft seien.
Weimer hatte den Ausbau mit dem Hinweis gestoppt, dass künftig die Digitalisierung stärker in den Mittelpunkt rücken müsse. Aus Sicht der Linken greift diese Begründung zu kurz. Neuhaus-Wartenberg betont, Digitalisierung sei zwar wichtig, könne aber die dauerhafte Sicherung gedruckter Medien, insbesondere von Büchern, nicht ersetzen. Der Schritt sei kultur- wie haushaltspolitisch nicht nachvollziehbar und komme für Leipzig als Buch- und Bibliotheksstandort zur Unzeit – wenige Tage vor der Eröffnung der Buchmesse.
Auch auf der Messe selbst steht der Kulturstaatsminister im Zentrum der Aufmerksamkeit. Weimer hält traditionell die Eröffnungsrede und wird zu einem Rundgang sowie zu einer Diskussionsrunde über Meinungsfreiheit erwartet. Parallel dazu läuft eine Debatte über seine Entscheidung, die Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises abzusagen, nachdem zuvor drei linke Buchläden von der Nominierungsliste gestrichen worden waren. Die Buchmesse-Leitung bedauerte die Absage der Preisverleihung, verweist jedoch darauf, dass sie an dieser Entscheidung nicht beteiligt war. Vor dem Eröffnungsfestakt am Mittwochabend ist zudem eine Demonstration angekündigt; ob es darüber hinaus zu Protesten kommt, bleibt abzuwarten.
Trotz der politischen Spannungen geben sich die Veranstalter der Leipziger Buchmesse optimistisch. Die Schau, die vom 19. bis 22. März ihre Tore öffnet, verzeichnet laut Direktorin Astrid Böhmisch etwas höhere Ausstellerzahlen als im Vorjahr, als 2.040 Aussteller vertreten waren. Gerechnet wird mit rund 300.000 Besucherinnen und Besuchern. Das Programm setzt auf prominente Namen und Reichweite: Von Alice Schwarzer über Sebastian Fitzek bis hin zu Social-Media-Profilen wie Daniela Katzenberger reicht die Bandbreite der angekündigten Gäste. Ein medienwirksames Highlight ist der 18-stündige Lesemarathon von Juli Zehs Bestseller „Unterleuten“, an dem sich Bürger, Politiker, die Messe-Direktorin und die Autorin selbst beteiligen. Die Mega-Lesung wird gestreamt und soll das Publikum weit über die Messehallen hinaus erreichen.
Inhaltlich setzt die Messe 2026 einen geografischen Schwerpunkt: Anstelle eines klassischen Gastlands rückt der Donauraum als Fokusthema in den Vordergrund. Unter dem Motto „Unter Strom und zwischen Welten“ werden dort literarische und kulturelle Perspektiven aus den Anrainerstaaten vorgestellt. Während in den Messehallen die Vielfalt des Programms im Mittelpunkt steht, prägen außerhalb die Entscheidungen des Bundes zur Bibliotheks- und Buchhandlungspolitik die Debatte – und machen Leipzig in diesen Tagen erneut zur Bühne grundlegender Fragen nach Infrastruktur, Kunstfreiheit und dem Selbstverständnis der Buchstadt.