In der neuesten Ausgabe ihres CIO Compass erweitert Sopra Steria Next die Debatte über die Souveränität von KI-Systemen: Es geht nicht nur darum, wo Daten und Modelle gespeichert sind, sondern auch darum, wer die Kontrolle über die daraus resultierenden Entscheidungen hat.
PARIS, 21. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Große Organisationen haben ein Jahrzehnt damit verbracht, ihre Daten zu verwalten. Sie haben sich kaum oder gar keine Gedanken über Regierungsentscheidungen gemacht. Doch generative und agentenbasierte KI beschränkt sich nicht mehr nur auf Empfehlungen: Es priorisiert, löst aus und führt Aktionen aus. In der neuesten Ausgabe ihres CIO Compass mit dem Titel „KI ist nichts ohne Kontrolle und Zweck" bietet Sopra Steria Next, der Beratungszweig von Sopra Steria, CIOs einen neundimensionalen Rahmen zur Steuerung nicht nur von Daten, sondern auch von automatisierten Entscheidungen und deren Folgen.
Kennzahlen* aus dem Bericht:
Was ist KI-Souveränität?
Es geht nicht nur darum zu wissen, wo die Daten gehostet werden und wo die Modelle ausgeführt werden. Dazu gehört auch die Möglichkeit, jederzeit nachzuweisen, wer automatisierte Entscheidungen kontrolliert, erklärt und darüber entscheidet. Die Abhängigkeit von Anbietern hat sich von der Infrastruktur hin zur Kognition verlagert, und diese Abhängigkeit ist schwerer umzukehren. Mit dieser Publikation ruft Sopra Steria Next CIOs dazu auf, einen fünfschichtigen „Souveränitäts-Stack" explizit zu machen, der Daten, Modelle, Plattformen, APIs und Entscheidungen umfasst, wobei für jede Schicht eine Frage gestellt wird: Wer betreibt es? Wer kann es ersetzen? Wer trägt die Verantwortung?
„Die neue Frage, die wir uns jetzt stellen müssen, betrifft Entscheidungen, die KI bereits getroffen hat, ohne dass jemand dafür zur Rechenschaft gezogen wurde", sagt Valérie Thiblet, Partnerin für Daten und KI bei Sopra Steria Next. „Ein System, das nicht in Echtzeit gestoppt werden kann, ist nicht regiert. Es wird lediglich beobachtet. Und was sich nicht regieren lässt, kann man nicht industrialisieren."
Das Dokument benennt mehrere kritische Punkte für IT-Abteilungen: der Aufstieg der Schatten-KI, die die Rückverfolgbarkeit und Kostenkontrolle untergräbt, bevor die Verantwortlichen überhaupt davon Kenntnis erlangen; Modell-Governance, die immer noch als optionale Ebene behandelt wird; und das KI-Gesetz, bei dem das Hauptrisiko nicht in der vorsätzlichen Nichteinhaltung, sondern in der versehentlichen Nichteinhaltung aufgrund mangelnder Vorbereitung liegt.
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Medienkontakt: Aurélien Flaugnatti, aurelien.flaugnatti@soprasteria.com
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Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.
Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.
Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.
Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.