AMSTERDAM, 27. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Die Kosten für die Zustellung auf der letzten Meile in der EMEA-Region sind im vergangenen Jahr um durchschnittlich 9 % gestiegen, wobei 96 % der Unternehmen mehr pro Zustellung bezahlen mussten, wie aus dem FarEye-Bericht Eye on the Last Mile EMEA 2026 hervorgeht.

Bei der Vorstellung der Ergebnisse führte Kushal Nahata, CEO und Mitbegründer von FarEye, einen Großteil des Anstiegs auf die „Fragmentierungssteuer" zurück: Versteckte Kosten durch unterbrochene Netzbetreiber, Daten und Systeme.
Der Bericht, der auf über 4.000 Datenpunkten von mehr als 500 Befragten basiert, kam zu dem Ergebnis, dass 51 % der vollständig ausgelagerten Unternehmen unzuverlässige Informationen über Transportunternehmen als größte Herausforderung nannten, verglichen mit 22 %, die die Kosten angaben.
Nahata verglich die Fragmentierung der letzten Meile mit dem Schiffsverkehr vor der Containerisierung, als ein gemeinsamer Standard dazu beitrug, die Kosten für die Frachtverladung von 5,83 US-Dollar auf 0,16 US-Dollar pro Tonne zu senken.
„Unternehmen können die Ausführung auslagern, aber sie können die Verantwortung für Kosten und Kundenerlebnis nicht auslagern", sagte Nahata. „Die letzte Meile wartet noch auf ihren Container-Moment."
Er umriss vier Prioritäten:
Die Plattform von FarEye bietet Transparenz über alle Spediteure, Märkte und Systeme hinweg, einschließlich der Lieferkosten in Echtzeit.
Die Veranstaltung, die vom 13. bis 15. Oktober im Mercure Amsterdam City Hotel stattfand, brachte mehr als 100 Führungskräfte aus den Bereichen Post, Logistik, Einzelhandel, E-Commerce, Fertigung, Automobilindustrie, Telekommunikation und Gastronomie zusammen.
Slavko Ovčina, CIO der slowenischen Post, hob die Bedeutung praktischer, offener operativer Diskussionen hervor. Sebastian Bleser, SVP Supply Chain bei Autodoc, betonte die Bedeutung des Austauschs von Erkenntnissen zwischen den Märkten auch über die Veranstaltung hinaus.
Nahata stellte Last Mile Circle vor, die ganzjährige Community von LML zum Austausch und zur Lösung operativer Herausforderungen. Führungskräfte aus der EMEA-Region schlossen sich den Gründungsmitgliedern aus dem asiatisch-pazifischen Raum und Amerika an.
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Die Bildung einer neuen Landesregierung in Berlin bleibt vorerst ungewiss. Linke, Grüne und SPD konnten sich zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus weiterhin nicht auf eine gemeinsame Linie im Umgang mit Antisemitismus verständigen. Nach dem dritten sogenannten Vorgespräch verließ die Spitze der drei Parteien am Mittwochnachmittag den Tagungsort ohne öffentliche Stellungnahme. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gilt eine Einigung in der Frage als zentrale Voraussetzung, um in formelle Sondierungsgespräche über eine mögliche Regierung unter Führung der Linken einzusteigen.
Bereits für Donnerstag ist ein weiteres Treffen angesetzt. Ziel ist es, in dem seit geraumer Zeit in Berlin heftig diskutierten Themenkomplex voranzukommen. Vor allem Teile der Berliner Linken stehen seit längerem wegen Positionen zu Israel, Palästina und zum Thema Antisemitismus in der Kritik. Dabei geht es insbesondere um Äußerungen einzelner Parteimitglieder, die öffentlich als antisemitisch eingestuft oder entsprechend kritisiert wurden. Ohne eine belastbare Verständigung auf gemeinsame Grundsätze wollen SPD und Grüne nach eigener Darstellung den nächsten Schritt hin zu einem möglichen Regierungsbündnis nicht gehen.
Zusätzliche Brisanz erhielt die Debatte durch eine Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September. Dort waren nach dpa-Informationen sowohl ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans als auch ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend. Letzterer soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Der Vorfall hat bei den potenziellen Koalitionspartnern für erhebliche Irritationen gesorgt und den Druck auf die Linke erhöht, sich klarer zu Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität zu positionieren.
SPD und Grüne verlangen vor Beginn offizieller Sondierungen eine verbindliche Verständigung zu diesen Themenfeldern. Sondierungen sind die Vorstufe zu formalen Koalitionsverhandlungen, in denen ein Regierungsprogramm und die Ressortzuschnitte ausgehandelt würden. Ohne Konsens über den künftigen Kurs im Kampf gegen Antisemitismus und im Umgang mit problematischen Milieus in der Stadt bleibt der Weg zu einem möglichen Rot-Grün-Roten Bündnis aber blockiert. Welche Alternativen zu einem solchen Bündnis am Ende realistisch wären, ist bislang offen; entscheidend bleibt vorerst, ob die drei Parteien in der strittigen Grundsatzfrage noch zu einer gemeinsamen Linie finden.