PEKING, 15. März 2026 /PRNewswire/ -- Der Countdown von 100 Tagen bis zur vierten China International Supply Chain Expo (CISCE) hat begonnen. Unter dem Motto „Die Welt verbinden für eine gemeinsame Zukunft" hat sich die Veranstaltung im Laufe von drei Auflagen zu einer wichtigen Plattform entwickelt, die die internationale Zusammenarbeit in Industrie- und Lieferketten fördert. Ihr Konzept und ihr Wert haben weit über China hinaus Wirkung gezeigt und dazu beigetragen, einen globalen Standard zu etablieren. Die internationale Norm ISO 25639-1 „Messen und Veranstaltungen – Begriffe", die gemeinsam von der globalen Wirtschaft entwickelt wurde, greift ausdrücklich den innovativen Ansatz der CISCE auf und enthält Formulierungen, die den Schwerpunkt der Messe auf die Vernetzung von Unternehmen mit potenziellen Partnern entlang der gesamten Lieferkette widerspiegeln.

Die diesjährige Messe wird mit der Einführung ihres ersten Bereichs für künstliche Intelligenz einen Meilenstein setzen und einen umfassenden Einblick in das KI-Ökosystem bieten, das Daten, Rechenleistung und Anwendungen umfasst. In den sechs vorgestellten Bereichen der Lieferkette – fortschrittliche Fertigung, saubere Energie, intelligente Fahrzeuge, digitale Technologie, gesundes Leben und grüne Landwirtschaft – sowie im Ausstellungsbereich für Lieferkettendienstleistungen werden die Besucher eine Reihe neuer Akteure – sowohl aus China als auch aus dem Ausland – in aufstrebenden und zukunftsweisenden Bereichen wie KI-gestützter Robotik, dem Drohnen- und Niedrigflugsektor sowie der Biofertigung antreffen, neben etablierten Namen, die die neuesten Fortschritte bei der Modernisierung von Industrie und Lieferkette präsentieren. Ein weiteres neues Merkmal der vierten CISCE wird eine stärkere Ausrichtung auf gezielte Zusammenarbeit sein. Aufbauend auf dem bisherigen Format des „Ehrengastlandes" werden in diesem Jahr erstmals „Gastprovinzen" eingeführt, wobei Provinzen, Bundesstaaten und Regionen aus Übersee mit besonderen industriellen Vorteilen zur Teilnahme eingeladen werden, um eine gezieltere Geschäftsvermittlung mit chinesischen Provinzen, Städten und Unternehmen zu ermöglichen.
Die Begeisterung in der internationalen Geschäftswelt ist nach wie vor groß. Auf der dritten CISCE machten Aussteller von außerhalb Chinas 35 % der Teilnehmer aus und über 40 Führungskräfte von Fortune-Global-500-Unternehmen sowie 172 Delegationen aus dem Ausland reisten eigens für die Messe nach China. Dies spiegelt das große Interesse internationaler Unternehmen an Partnerschaften in der Lieferkette und an Chancen auf dem chinesischen Markt wider. Die Vorbereitungen schreiten reibungslos voran. Neunzehn internationale Roadshows wurden bereits durchgeführt, um die Messe weltweit vorzustellen. Die Veranstalter streben damit ein weiteres Wachstum sowohl beim Anteil der internationalen Aussteller als auch bei der Zahl der Besucherdelegationen an. Mehr als 500 Unternehmen aus China und der ganzen Welt haben sich bereits als Aussteller angemeldet, und die Anmeldephase steht kurz vor dem Abschluss.
Weitere Informationen finden Sie auf: https://en.cisce.org.cn/

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Unmittelbar vor Beginn der Leipziger Buchmesse 2026 gerät die Kulturpolitik des parteilosen Kulturstaatsministers Wolfram Weimer in den Fokus. In Sachsen sorgt der von Weimer verfügte Stopp des geplanten Erweiterungsbaus der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) in Leipzig für scharfe Kritik. Die kulturpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion im Sächsischen Landtag, Luise Neuhaus-Wartenberg, warnt vor einem drohenden Verlust von rund sieben Millionen Euro, die bereits in die Planung des Projekts geflossen seien. Die DNB hatte zuvor darauf hingewiesen, dass die Magazinkapazitäten am Leipziger Standort nahezu ausgeschöpft seien.
Weimer hatte den Ausbau mit dem Hinweis gestoppt, dass künftig die Digitalisierung stärker in den Mittelpunkt rücken müsse. Aus Sicht der Linken greift diese Begründung zu kurz. Neuhaus-Wartenberg betont, Digitalisierung sei zwar wichtig, könne aber die dauerhafte Sicherung gedruckter Medien, insbesondere von Büchern, nicht ersetzen. Der Schritt sei kultur- wie haushaltspolitisch nicht nachvollziehbar und komme für Leipzig als Buch- und Bibliotheksstandort zur Unzeit – wenige Tage vor der Eröffnung der Buchmesse.
Auch auf der Messe selbst steht der Kulturstaatsminister im Zentrum der Aufmerksamkeit. Weimer hält traditionell die Eröffnungsrede und wird zu einem Rundgang sowie zu einer Diskussionsrunde über Meinungsfreiheit erwartet. Parallel dazu läuft eine Debatte über seine Entscheidung, die Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises abzusagen, nachdem zuvor drei linke Buchläden von der Nominierungsliste gestrichen worden waren. Die Buchmesse-Leitung bedauerte die Absage der Preisverleihung, verweist jedoch darauf, dass sie an dieser Entscheidung nicht beteiligt war. Vor dem Eröffnungsfestakt am Mittwochabend ist zudem eine Demonstration angekündigt; ob es darüber hinaus zu Protesten kommt, bleibt abzuwarten.
Trotz der politischen Spannungen geben sich die Veranstalter der Leipziger Buchmesse optimistisch. Die Schau, die vom 19. bis 22. März ihre Tore öffnet, verzeichnet laut Direktorin Astrid Böhmisch etwas höhere Ausstellerzahlen als im Vorjahr, als 2.040 Aussteller vertreten waren. Gerechnet wird mit rund 300.000 Besucherinnen und Besuchern. Das Programm setzt auf prominente Namen und Reichweite: Von Alice Schwarzer über Sebastian Fitzek bis hin zu Social-Media-Profilen wie Daniela Katzenberger reicht die Bandbreite der angekündigten Gäste. Ein medienwirksames Highlight ist der 18-stündige Lesemarathon von Juli Zehs Bestseller „Unterleuten“, an dem sich Bürger, Politiker, die Messe-Direktorin und die Autorin selbst beteiligen. Die Mega-Lesung wird gestreamt und soll das Publikum weit über die Messehallen hinaus erreichen.
Inhaltlich setzt die Messe 2026 einen geografischen Schwerpunkt: Anstelle eines klassischen Gastlands rückt der Donauraum als Fokusthema in den Vordergrund. Unter dem Motto „Unter Strom und zwischen Welten“ werden dort literarische und kulturelle Perspektiven aus den Anrainerstaaten vorgestellt. Während in den Messehallen die Vielfalt des Programms im Mittelpunkt steht, prägen außerhalb die Entscheidungen des Bundes zur Bibliotheks- und Buchhandlungspolitik die Debatte – und machen Leipzig in diesen Tagen erneut zur Bühne grundlegender Fragen nach Infrastruktur, Kunstfreiheit und dem Selbstverständnis der Buchstadt.