BEIJING, 20. Oktober 2026/PRNewswire/ -- Ein Bericht der China Daily:

Bei einem Empfang, den die Ständige Vertretung Chinas beim Büro der Vereinten Nationen in Genf Ende September veranstaltete, präsentierte die chinesische Provinz Shanxi den mehr als 100 anwesenden ausländischen Diplomaten ihr immaterielles Kulturerbe.
Beamte und Künstler aus Shanxi richteten eine Ausstellung zum immateriellen Kulturerbe aus, die mit ihrem reichhaltigen Angebot an Exponaten die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich zog.
Yang Xuefei, eine Knotenkünstlerin aus der Stadt Datong im Norden von Shanxi, stellte beispielsweise 48 Broschen vor, die mit der „Datong-Knotentechnik" gefertigt wurden, einem anerkannten immateriellen Kulturerbe.
Sie fertigte vor Ort einige Broschen für die Schweizer Gäste an.
Die Stücke zeigten zwar das Edelweiß, ein nationales Symbol der Schweiz, enthielten aber auch Elemente der lokalen Kultur von Datong – die ornamentalen, fliegenden Bänder, die von den Statuen der Yungang-Grotten inspiriert sind.
Yang und ihre Kollegen haben mehr als 500 kreative Kulturprodukte geschaffen, die auf der Datong-Knotentechnik und der lokalen Kultur basieren.
In den letzten Jahren hat Yangs Team die Produkte in einer Reihe von Ländern ausgestellt und diese kleinen Gegenstände so zu einem Mittel gemacht, um die chinesische Kultur weltweit zu fördern.
Bai Huaibing, ein Meister und Erbe der alten Technik zur Herstellung farbiger Glasuren in Jiexiu, stellte bei der Veranstaltung mehr als 20 Exponate aus.
Die Stadt Jiexiu blickt auf eine tausendjährige Geschichte der Kunst der farbigen Glasur zurück und beherbergt zahlreiche Gebäude und Ornamente, die mit dieser gut erhaltenen Kunstform verziert sind. Zu den Stücken mit farbiger Glasur zählen Keramiken, Bauornamente und Skulpturen.
Bai stammt aus einer Familie, die sich seit vielen Generationen der Herstellung farbiger Glasuren widmet, und hat eine Vielzahl glasierter Gegenstände entwickelt, die der modernen Ästhetik entsprechen.
Auf der Ausstellung brachte der Künstler den Besuchern bei, wie man Glasur auf Keramikkörper aufträgt, und vermittelte ihnen so ein besseres Verständnis für diese traditionelle chinesische Kunst.
Ebenfalls auf der Veranstaltung zu sehen waren Shangdang-Brokat aus Changzhi, handpolierte Lackwaren aus Pingyao und Chengni-Tintensteine aus Yuncheng sowie viele weitere Exponate.
Die Organisatoren der Ausstellung betonten, dass Shanxi für sein reiches immaterielles Kulturerbe bekannt ist. Die Provinz verfügt über 182 repräsentative Elemente des immateriellen Kulturerbes auf der nationalen Liste und 198 national anerkannte Träger des immateriellen Kulturerbes. Darüber hinaus beherbergt sie mehr als 1.000 Elemente des immateriellen Kulturerbes auf Provinzebene.
Die Ausstellung hatte das Interesse der Besucher auf Shanxi gelenkt. Viele Besucher, die mit der Provinz noch nicht so vertraut waren, begannen, auf ihren Smartphones Karten von Shanxi zu betrachten, und sprachen sogar über Pläne für einen Besuch.
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Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.
Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.
Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.
Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.