NORDERSTEDT und BABENHAUSEN, Deutschland, 21. April 2026 /PRNewswire/ -- tesa, internationaler Hersteller innovativer Klebebänder und selbstklebender Produktlösungen, und das Technologieunternehmen AUMOVIO, Spin-Off des Continental-Unternehmensbereichs Automotive, arbeiten künftig enger zusammen. Gemeinsam stellen die Partner eine neue Lösung für die mechanische Integration von Automotive-Displays vor.

In der Fertigung von Automotive-Displays werden primär Klebeverbindungen eingesetzt, um den steigenden Anforderungen an schlanke und möglichst dünne Rahmen gerecht zu werden. Gemeinsam mit AUMOVIO geht tesa nun einen Schritt weiter: Die neue Lösung verbindet modernste Klebetechnologie mit optimiertem Materialeinsatz und zukunftsorientierten Konzepten. Sie ermöglicht eine kontrollierte, bei Bedarf lösbare Klebeverbindung, die Korrekturen während der Produktion und Reparaturen über den gesamten Produktlebenszyklus erleichtert.
Präzises Design trifft langlebige, selektiv lösbare Klebeverbindung
Das neue Verfahren nutzt eine robotergestützt aufgebrachte Klebelösung. Die Verbindung ist sofort belastbar und kann nahtlos in bestehende Fertigungslinien integriert werden. Sie bleibt jederzeit kontrolliert lösbar, sodass Displaybaugruppen im Produktionsprozess oder im Servicefall selektiv ausgetauscht und nachbearbeitet werden können – ohne das komplette Displaymodul ersetzen zu müssen.
„Diese Partnerschaft zeigt, wie innovative Materialtechnologie die Mobilität von morgen unterstützt. Gemeinsam mit AUMOVIO bieten wir automatisierte Klebeverbindungen an, die nicht nur dauerhaft halten, sondern auch gezielt wieder gelöst werden können – um effiziente Fertigung, längere Produktlebenszyklen und kreislauffähige Produktkonzepte zu ermöglichen. So unterstützen wir unsere Kunden dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele in konkrete Produktlösungen zu übersetzen", sagt David Caro, Head of Automotive bei tesa.
Pavel Prouza, Leiter des Geschäftsbereiches User Experience (UX) bei AUMOVIO: „Die Kombination aus hochpräziser, automatisierter Applikation und gezielter Ablösbarkeit erweitert unseren Fertigungs- und Qualitätsprozess um einen wichtigen Baustein. Sie stärkt die Prozessstabilität unserer Serienfertigung, reduziert Materialverluste und unterstützt zugleich einen ressourceneffizienten Umgang mit hochwertigen Komponenten. Für den Endkunden ergibt sich darüber hinaus sogar die Möglichkeit, dass bei künftigen Reparaturmaßnahmen nur betroffene Einzelkomponenten kostenschonend getauscht werden müssen."
Nachhaltigere Displaylösung: Fest verbunden und trotzdem trennbar
Das neue System ist ein bedeutender Schritt in Richtung Zukunft, denn es verbindet die bewährten Vorteile viskoelastischer Klebeverbindungen mit Eigenschaften, die die Kreislauffähigkeit unterstützen: Die Verbindung benötigt keine Aushärtezeiten und kompensiert zuverlässig Materialausdehnungen über den gesamten im Automotive-Umfeld üblichen Temperaturbereich. Dank vollautomatisierbarer Applikation lässt sie sich nahtlos in bestehende Fertigungslinien integrieren. Mit einer Streifenbreite von lediglich 2 mm ermöglicht sie besonders schmale Displayränder, wie man sie von Smartphones kennt.
Zugleich bleibt die Verbindung kontrolliert lösbar: Displaybaugruppen können im Produktionsprozess oder im Servicefall selektiv ausgetauscht und nachbearbeitet werden, ohne das komplette Displaymodul ersetzen zu müssen.
tesa und AUMOVIO setzen dabei Klebebänder mit Debonding on Demand Technologie ein, die eine gezielte und einfache Trennung der Klebeverbindung ermöglicht.
Das erleichtert den gezielten Austausch einzelner Displayeinheiten während des Produktlebenszyklus, sowie das Recycling am Ende der Fahrzeuglebensdauer. AUMOVIO ist bereits mit Automobilherstellern in Gesprächen über die Umsetzung von Recycling- und Reparaturprogrammen für ausgewählte Komponenten. Die Lösung ermöglicht Kreislaufwirtschaft und leistet damit einen konkreten Beitrag zu AUMOVIOs Nachhaltigkeitsstrategie, durch innovative Mobilitätslösungen langfristigen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Mehrwert zu schaffen.
Mit dem offiziellen Start der Partnerschaft bereiten tesa und AUMOVIO nun die Serienintegration dieser neuen Lösung für das zweite Quartal 2026 vor.
Über tesa SE:
tesa entwickelt als multinationales Unternehmen seit 125 Jahren innovative Klebebänder und selbstklebende Produktlösungen für Industrie, Gewerbekunden und Endverbraucher. Es sind bereits mehr als 7.000 Klebelösungen, die die Arbeit, Produkte oder das Leben der Kunden verbessern helfen. Nachhaltigkeit und energieschonende Verfahren stehen dabei heute im Fokus. tesa investiert in die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und lösungsmittelfreie Produktionsverfahren ebenso wie in die Nutzung erneuerbarer Energieträger an seinen Standorten. tesa ist in über 100 Ländern aktiv und betreibt Werke in Deutschland, Italien, China, den USA und Vietnam. Rund drei Viertel des Umsatzes der tesa Gruppe (2025: 1.7 Mrd. Euro) entfallen auf Anwendungen für die Industrie. tesa entwickelt gemeinsam mit seinen internationalen Kunden maßgeschneiderten Innovationen auf Produkt- und Prozessebene.
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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der Postbank zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen und damit den laufenden Tarifkonflikt mit dem Deutsche‑Bank‑Konzern eskaliert. Für Donnerstag, den 30. April, und Samstag, den 2. Mai, sind Arbeitsniederlegungen im Filialvertrieb geplant. Kunden müssen sich darauf einstellen, dass zahlreiche Standorte vorübergehend schließen oder ihren Betrieb deutlich einschränken. In Delmenhorst etwa blieb die Filiale an der Mühlenstraße am Donnerstag komplett geschlossen, betroffen waren dort auch die Schalter der Deutschen Post.
Verdi verhandelt für rund 9000 Beschäftigte der ehemaligen Postbank, die seit 2018 vollständig zur Deutschen Bank gehört. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat. Auszubildende sollen 200 Euro mehr erhalten. Darüber hinaus drängt Verdi auf Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie einen verbindlichen Rechtsanspruch auf Weiterbildung, etwa im Zusammenhang mit neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz.
Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck kritisierte das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite als unzureichend. Es spiegele weder die wirtschaftliche Lage der Deutschen Bank noch die hohe Belastung in den Betrieben wider, sagte er. Mit den Warnstreiks wollten die Beschäftigten ein Signal senden, dass sie bereit seien, für „faire Einkommen und verlässliche Perspektiven“ einzutreten. Bereits nach der ersten Verhandlungsrunde am 15. April hatte die Gewerkschaft Protestmaßnahmen angekündigt; in einer früheren Tarifrunde im Jahr 2024 waren nach mehreren Runden und wiederholten Warnstreiks Einschränkungen im Kundenservice die Folge.
Im Mittelpunkt der laufenden Tarifrunde stehen neben der Entgeltfrage auch die Folgen der Integration der Postbank in die Deutsche Bank. Filialschließungen, organisatorische Veränderungen und die generelle Transformation der Privatkundenbank sorgen nach Angaben von Verdi in vielen Bereichen für Verunsicherung unter den Beschäftigten. Wie stark die aktuellen Warnstreiks den Betrieb der Filialen an den beiden Aktionstagen tatsächlich beeinträchtigen werden, dürfte auch die Ausgangslage für die nächste Verhandlungsrunde prägen, die für den 18. Mai in Frankfurt angesetzt ist.