Advanet stellt eine auf dem Renesas RZ/G3L basierende Produktfamilie für industrielle Computer vor

29.09.2026

Es handelt sich dabei um eine ganzheitliche Plattform, bestehend aus dem SMARC-Modul Adsmc7101, der industriellen Hauptplatine AdiMB7103 und dem industriellen Box-PC AdiCS7102, die darauf ausgelegt ist, die Entwicklung und Bereitstellung von industriellen Systemen mit langem Lebenszyklus zu beschleunigen

TOKIO, 29. September 2026 /PRNewswire/ -- Advanet Inc., ein Unternehmen der Eurotech-Gruppe, hat heute drei neue Produkte auf Basis der Renesas RZ/G3L-MPU vorgestellt: das SMARC-Modul Adsmc7101, das industrielle Motherboard AdiMB7103 und den Box-PC AdiCS7102. Die in Japan entwickelten und hergestellten Produkte basieren auf einer gemeinsamen Hardware- und Softwareplattform, die Advanets Embedded-Expertise mit der RZ/G-Technologie von Renesas verbindet.

Die Produktfamilie bietet einen nahtlosen Weg vom System-on-Module bis zum vollständig integrierten System und ermöglicht Kunden die Wahl des passenden Formfaktors. Sie richtet sich an HMI, Industrieautomation, Edge-Computing, Terminals und Gebäudeautomation und unterstützt OEMs bei einer schnelleren Entwicklung und Industrialisierung.

Ludovico Ciferri, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Advanet, erklärte:

„Mit dem Adsmc7101 stellen wir unseren Kunden die Leistungsfähigkeit der RZ/G3L-Plattform von Renesas in einem einsatzbereiten SMARC-Formfaktor zur Verfügung, welcher die Entwicklungszeit erheblich verkürzt. Das auf derselben Plattform basierende industrielle Motherboard AdiMB7103 und der industrielle Box-PC AdiCS7102 erweitern diese Grundlage zu einem vollständigen und skalierbaren Portfolio, das von einem flexiblen System-on-Module bis hin zu vollständig integrierten industriellen Computersystemen reicht.

Zusammen bilden diese drei Produkte eine erweiterbare Plattform, die es Kunden ermöglicht, die für ihre Anforderungen am besten geeignete Lösung auszuwählen – von der Entwicklung maßgeschneiderter Trägerplatinen bis hin zu kompletten, serienreifen Systemen. Wir richten uns insbesondere an Kunden, die ein hohes Maß an Individualisierung benötigen und einen erfahrenen Partner suchen, der sie von der Systemarchitektur über die Industrialisierung bis hin zum Produktlebenszyklusmanagement begleiten kann."

Mohammed Dogar, Vice President, Head of Strategy and Enablement, Embedded Processing bei Renesas Electronics, erklärte:

„Dank der umfassenden Expertise von Advanet im Bereich der industriellen Embedded-Computertechnik kann die Renesas RZ/G3L-MPU eine skalierbare Produktfamilie antreiben – vom einsatzbereiten SMARC-Modul bis hin zu industriellen Motherboards und vollständig integrierten Box-PC-Systemen. Diese gemeinsame Plattform bietet OEMs die Flexibilität, die für ihre Anwendung am besten geeignete Lösung auszuwählen, und reduziert gleichzeitig den Entwicklungsaufwand, die Markteinführungszeit und das Risiko. Wir freuen uns, gemeinsam mit Advanet diese innovativen Lösungen unseren Kunden anbieten zu können, und damit unsere Zusammenarbeit in den Bereichen industrielle Automatisierung, HMI und Edge-Computing-Anwendungen weltweit auszubauen."

Leistungsstarke Quad-Core-Prozessoren für industrielle Anwendungen

Das Herzstück der Produktfamilie ist die Renesas RZ/G3L-MPU mit einer Quad-Core-Arm®-Cortex®-A55-CPU mit 1,2 GHz. Die Quad-Core-Architektur bietet hohe Rechen- und Multitasking-Leistung, während der Cortex-A55 laut Arm bis zu 18 % mehr Leistung und 15 % höhere Energieeffizienz als der Cortex-A53 erreicht.

Eine anpassbare Plattform für industrielle Systeme

Der Adsmc7101 bildet die Basis der Produktfamilie, ergänzt durch das industrielle Motherboard AdiMB7103 und den Box-PC AdiCS7102. Der modulare Ansatz ermöglicht die Wahl des passenden Formfaktors und bietet Flexibilität für anwendungsspezifische Anpassungen. Advanet unterstützt Kunden während des gesamten Entwicklungsprozesses, unter anderem durch:

  • Design der System-Architektur
  • Hardwareentwicklung
  • Softwareintegration
  • Industrialisierung und Fertigung
  • Produktlebenszyklusmanagement

Es sind flexible Speicheroptionen vorgesehen, die Konfigurationen mit bis zu 4 GB RAM und 64 GB eMMC unterstützen, um einer Vielzahl von Anforderungen hinsichtlich Leistung, Funktionalität und Kosten gerecht zu werden.

Industrielle Zuverlässigkeit und langfristiger Support

Die Produktfamilie profitiert vom Renesas-Ökosystem, einschließlich des Verified Linux Package und des Product Longevity Program, die Softwareintegration und langfristige Verfügbarkeit unterstützen.

Advanet prüft die Plattform zudem für ausgewählte Luft- und Raumfahrtanwendungen, bei denen Zuverlässigkeit, Lieferkontinuität und Anpassungsfähigkeit entscheidend sind.

Verfügbarkeit

Die Modelle Adsmc7101, AdiMB7103 und AdiCS7102 sind ab sofort erhältlich. Für Informationen zu Mustern, Konfigurationen und technischer Dokumentation wenden Sie sich bitte an Advanet.

Über Advanet

Advanet ist ein auf industrielle Embedded-Computing-Lösungen spezialisiertes Unternehmen, das sich auf die Konzeption, Entwicklung und den Lebenszyklus-Support hochgradig maßgeschneiderter Computerplattformen und -systeme konzentriert. Seit seiner Gründung im Jahr 1981 liefert das Unternehmen Embedded-Computer und Lösungen auf Board-Ebene für anspruchsvolle Anwendungen in den Bereichen Halbleiterfertigungsanlagen, medizinische Geräte, Verkehrsinfrastruktur und anderen industriellen Märkten.

Durch die Kombination aus fortschrittlichen technischen Kompetenzen, flexibler Anpassung und Fertigungsexpertise unterstützt Advanet seine Kunden über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg – von der Systemarchitektur über die Hardware- und Softwareentwicklung bis hin zur Industrialisierung, Produktion und langfristigen Versorgung. Das Portfolio des Unternehmens umfasst zudem Embedded-Computing-Boards, Server und Box-PCs für industrielle IoT-, Edge-Computing- und Edge-AI-Anwendungen.

Advanet hat seinen Hauptsitz in Japan und ist Teil der Eurotech-Gruppe. Das Unternehmen verbindet japanisches Ingenieurswissen mit einer internationalen Perspektive und globaler Marktpräsenz. Für weitere Informationen oder zur Erörterung spezifischer Anwendungsanforderungen wenden Sie sich bitte an:

Kontakt:

 Kazuyoshi Hibino

Executive Advisor, SoM Business Development

hibino@advanet.jp

Logo: https://mma.prnewswire.com/media/3009081/6031735/Advanet_Logo.jpg

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Länder bauen Mehrheitsblock: IMK-Beschlüsse künftig ohne Einstimmigkeit

08.10.2026

Die Innenministerkonferenz (IMK) der Länder hat ihr seit 1954 praktiziertes Einstimmigkeitsprinzip aufgegeben und setzt künftig auf Mehrheitsentscheidungen. Beschlüsse gelten nun als gemeinsame Linie der Länder, wenn mindestens 13 der 16 Innenministerinnen und Innenminister zustimmen. Die Neuregelung wurde nach Angaben eines Sprechers des Gremiums im schriftlichen Umlaufverfahren beschlossen und gilt ab sofort.

Auslöser für den Kurswechsel ist die Möglichkeit, dass in kommenden Landesregierungen die AfD das Innenressort übernehmen könnte. In Sachsen-Anhalt hatte ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zuletzt erklärt, er wolle sich im Dezember zum Ministerpräsidenten wählen lassen – ein Schritt, der eine Regierungsbildung mit AfD-Beteiligung als realistische Option erscheinen lässt. Nach der bisherigen Praxis hätte ein Land mit einem AfD-Innenminister im Zweifel IMK-Beschlüsse blockieren können.

Mit der Abkehr von der Einstimmigkeit wollen die übrigen Länder nach übereinstimmenden Angaben verhindern, dass ein einzelnes Ressort – unabhängig von der parteipolitischen Farbe – zentrale Positionierungen in Fragen der inneren Sicherheit ausbremst. Bislang sollte die Einstimmigkeit sicherstellen, dass kein Land bei sensiblen Themen überstimmt wird; ein Veto oder auch eine Enthaltung konnten Beschlüsse stoppen, abweichende Positionen wurden im Protokoll dokumentiert. Künftig soll bereits eine breite, aber nicht mehr vollständige Zustimmung als ausreichend gelten, um einen länderübergreifenden Standpunkt zu formulieren.

Formal bleibt die IMK ein informelles Gremium ohne gesetzliche Grundlage. Sie ist weder im Grundgesetz noch in Bundes- oder Landesgesetzen verankert und verfügt über keine geschriebene Geschäftsordnung. Gleichwohl entfalten ihre Beschlüsse beträchtliche Wirkung, weil sie in den Ländern politisch aufgegriffen und umgesetzt werden. Mit der nun eingeführten Mehrheitsregel verschiebt sich das Machtgefüge innerhalb dieser Runde: Konsens bleibt möglich, ist aber nicht mehr Voraussetzung dafür, dass die Innenminister gemeinsam handeln.