Eine Umfrage unter 400 Fachkräften aus den Bereichen Lager und Betrieb, die mit fast 4.000 tatsächlichen Kundendaten aus der inFlow Inventory-Software abgeglichen wurde, deutet auf eine sich vergrößernde Kluft zwischen der Technologie, die sich die Betreiber wünschen, und den Tools hin, die sie tatsächlich nutzen. Und auch im Jahr 2026 ist die Tabellenkalkulation nach wie vor das Werkzeug, mit dem das Lager gesteuert wird – selbst in Milliardenunternehmen.
TORONTO, 29. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Lagerbetreiber wünschen sich mehr denn je den Einsatz von KI im Lager. Fast keiner von ihnen nutzt es. So lautet die Überschrift des Berichts State of Inventory Management 2026 einer neuen Studie von inFlow Inventory, die auf einer Umfrage unter 400 Fachleuten aus dem Bereich Betriebsabläufe in 33 Branchen basiert.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick
In der Umfrage gaben 81 % der Betreiber an, dass sie KI in ihren Bestands- oder Lagerabläufen einsetzen möchten, während derzeit nur 11 % KI-Tools in ihrer täglichen Arbeit nutzen. Um diese Nachfrage in einen Zusammenhang zu setzen: 81 % entspricht dem Anteil der Betreiber, die bereits Barcode-Scanner einsetzen – eine der etabliertesten Technologien im Lagerbetrieb. Das Interesse an KI ist mittlerweile ebenso weit verbreitet wie der Einsatz eines Tools, das die meisten Betreiber als Standard betrachten.
Der Bericht zeigt zudem auf, welche Aufgaben sich die Betreiber von KI wünschen. Anstelle von Chatbots oder Dashboards konzentrieren sich ihre Anfragen auf einen einzigen Anwendungsfall: Bedarfsprognosen und automatisierte Nachschubplanung oder Software, die anhand der bisherigen Verkaufszahlen Empfehlungen dazu gibt, welche Artikel wann nachbestellt werden sollten.
„Das Interesse ist echt, aber es wartet darauf, dass die entsprechenden Möglichkeiten nachziehen", sagte Jared Plumb, Lead Content Creator bei inFlow und Co-Moderator des Podcasts „Secret Life of Inventory". „Die Betreiber verlangen keine allgemeine Intelligenz. Sie wünschen sich ein Tool, das ihnen sagt, was sie wann kaufen sollen, und die meisten Systeme, die sie heute nutzen, sind dazu noch nicht in der Lage."
Woher kommt also diese Diskrepanz? Wenn Betreiber ihre Bedenken hinsichtlich der Einführung neuer Technologien nennen, stehen die Kosten mit 62 % an erster Stelle. Zweifel hinsichtlich der Kapitalrendite liegen mit 21,5 % ganz am Ende der Rangliste. Die Botschaft ist klar. Die Betreiber stellen nicht in Frage, ob KI funktioniert; sie wägen ab, ob sie sich deren Einführung leisten können.
Excel wird nach wie vor im Lager eingesetzt, selbst auf Unternehmensebene
Der häufigste Befund im gesamten Bericht ist zugleich auch der einfachste: Die Tabellenkalkulation ist nach wie vor unschlagbar. Im Rahmen der Umfrage gaben 85 % der Betreiber an, Tabellenkalkulationen als primäres Instrument zur Bestandsverwaltung zu nutzen, und 74 % stützen sich ausschließlich oder hauptsächlich darauf, ohne dass spezielle Software zum Einsatz kommt.
Und das ist nicht nur eine Angewohnheit kleiner Unternehmen. Unter den Unternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern arbeiten 53 % nach wie vor hauptsächlich mit Tabellenkalkulationen, was darauf hindeutet, dass die Abhängigkeit von Tabellenkalkulationen nicht auf kleine Unternehmen beschränkt ist, sondern branchenweit die Regel darstellt.
Das Zufriedenheitsparadoxon
Und hier kommt die Überraschung: Die Betreiber geben an, mit den Systemen sehr zufrieden zu sein, die laut derselben Umfrage jedoch hinter den Erwartungen zurückbleiben. Während 92 % angeben, mit ihrem derzeitigen Bestandsmanagement zufrieden zu sein, nennen fast die Hälfte (49,5 %) die Bestandsgenauigkeit als wichtigsten Verbesserungsbereich, 44 % sind mindestens einmal im Monat von Lieferengpässen betroffen, und 52 % nennen die Zuverlässigkeit der Lieferanten als ihre größte Herausforderung.
Der Bericht führt diesen Widerspruch auf ein in reifen Branchen häufig anzutreffendes Muster zurück: Anwender, die ein System seit Jahren nutzen, bewerten es anhand dessen, was sie kennen, und nicht anhand dessen, was ihnen möglicherweise fehlt. Die Kundendaten von inFlow bestätigen dies. Unternehmen suchen selten nach Lösungen, wenn sie nur leicht frustriert sind; stattdessen wenden sie sich erst dann an uns, wenn sie aufgrund einer steigenden Anzahl von Bestellungen, Artikeln oder Mitarbeitern an ihre Grenzen stoßen – wenn ein System, das einst gut funktionierte, nicht mehr mithalten kann.
Ein dreifacher Druck auf die Kosten
Der Kostendruck im Jahr 2026 hat nicht nur eine einzige Ursache. Als die Betreiber nach ihrem größten Kostendruck im vergangenen Jahr gefragt wurden, verteilten sich die Antworten nahezu gleichmäßig auf Produkt- und Materialkosten (23 %), Fracht- und Versandkosten (23 %) sowie Personalkosten (22 %) – eine der knappsten Dreiteilungen in der Umfrage. Etwa zwei Drittel verzeichneten im Laufe des Jahres einen Anstieg sowohl der Fracht- als auch der Materialkosten, und 84 % kaufen mittlerweile zumindest gelegentlich im Voraus ein, um sich gegen Unsicherheiten abzusichern, was wiederum die Lagerhaltungskosten erhöht.
Warum dies von Bedeutung ist
Der Bericht beschreibt einen Markt, der sich an einem Wendepunkt befindet. Die Betreiber sind erfahren, zufrieden und stehen gleichzeitig unter Kostendruck – eine Kombination, die sie dazu veranlasst, weiterhin manuelle Systeme zu nutzen, bis ein Wachstumsschub einen Wechsel erzwingt. Für Technologieanbieter deckt sich die Schlussfolgerung mit den Erkenntnissen zum Thema KI: Die Akzeptanz hängt weniger davon ab, den Nutzen eines Tools nachzuweisen, als vielmehr davon, die Hürden in Bezug auf Kosten, Umsetzung und Integration zu senken.
Für die Betreiber bieten die Ergebnisse eine klare Chance. Die starke Abhängigkeit von Tabellenkalkulationen und der Wunsch nach einer intelligenteren Nachbestellung lassen vermuten, dass bereits schrittweise Umstellungen auf spezielle Tools die von ihnen am häufigsten genannten Probleme hinsichtlich Genauigkeit und Bestandslücken beheben könnten. Der vollständige Bericht mit detaillierten Ergebnissen zu allen sechs Themenbereichen sowie der vollständigen Erhebungsmethodik ist unter https://inflowinventory.com/blog/state-of-inventory-management-2026 verfügbar.
Methodik
Der Bericht State of Inventory Management 2026 basiert auf einer Online-Umfrage unter 400 Vollzeitbeschäftigten, die in den Bereichen Lagerhaltung, Bestandsmanagement, Lieferkette oder Betriebsabläufe tätig sind. Die Umfrage wurde im März 2026 durchgeführt und von inFlow in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen OvationMR durchgeführt. Die Befragten wurden über Online-Panels rekrutiert und daraufhin überprüft, ob sie einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen; alle 400 haben die Umfrage vollständig ausgefüllt. Die Umfrage umfasste 38 Fragen zu sechs Themenbereichen.
Um die Ergebnisse zu überprüfen, hat inFlow sie mit dem eigenen Kundenfeedback abgeglichen: fast 4.000 strukturierte Beobachtungen, die zwischen Februar und Juni 2026 aus Support-Tickets, Verkaufsgesprächen, aufgezeichneten Anrufen und Kunden-E-Mails von insgesamt 293 Unternehmen gewonnen wurden.
Informationen zu inFlow
inFlow Inventory ist eine Bestandsverwaltungssoftware für kleine und mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Großhandel, Fertigung, Außendienst und Einzelhandel. Weltweit werden in inFlow mehr als 20 Millionen Produkte erfasst. Die Plattform unterstützt Teams dabei, Lagerbestände, Kundenaufträge, Bestellungen und den B2B-Großhandel von einem einzigen Ort aus zu verwalten – dank Integrationen mit Xero, QuickBooks Online, Shopify, WooCommerce und über 95 weiteren Tools. inFlow ist eine Marke von Archon Systems Inc., einem stolzen kanadischen Unternehmen. Erfahren Sie mehr oder starten Sie eine kostenlose Testversion unter https://inflowinventory.com.
Medienkontakt: Jared Plumb, Lead Content Creator bei inFlow Inventory — jared.plumb@inflowinventory.com



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In Sachsen bleiben trotz anhaltend hoher Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften mehr als 8.000 Lehrstellen unbesetzt. Besonders das Handwerk und technische Berufe stehen unter Druck, geeigneten Nachwuchs zu finden. Das sächsische Wirtschaftsministerium reagiert mit einer Offensive für Ausbildung und Qualifikation und nimmt dabei gezielt das Handwerk in den Blick.
„Eine gute Ausbildung eröffnet jungen Menschen hervorragende Perspektiven. Gerade in Zeiten von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bleibt klar: Viele Leistungen im Handwerk lassen sich nicht einfach automatisieren“, sagte Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Künstliche Intelligenz könne weder Kabelbäume binden noch Gebäudetechnik installieren oder Industrieanlagen warten, betonte der Minister. Ziel sei es, für angehende Fachkräfte die „besten Bedingungen für Ausbildung und Aufstieg“ im Freistaat zu schaffen.
Allein im Handwerk wird in Sachsen in rund 130 Berufen ausgebildet. Der Bedarf ist groß, insbesondere in technischen und handwerklichen Bereichen. „Wer dort einsteigt, kann großartig Karriere machen“, wirbt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Unternehmen im Freistaat melden seit Jahren einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Kräften – zugleich bleibt ein erheblicher Teil der angebotenen Lehrstellen unbesetzt.
Politik und Handwerk wollen deshalb auch früher ansetzen und die Berufsorientierung an Schulen stärken. Dittrich berät dazu gemeinsam mit der Chemnitzer Fleischermeisterin und Bundestagsabgeordneten Nora Seitz (CDU) sowie Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU), wie Jugendliche stärker für eine berufliche Laufbahn im Handwerk gewonnen werden können. Wirtschaftsminister Panter will sich zudem vor Ort ein Bild von moderner Ausbildung und Aufstiegschancen machen – unter anderem im Zentrum für Aus- und Weiterbildung Leipzig und beim Handwerksunternehmen Elektro-Anlagenbau Rübner GmbH & Co. KG.