Ab dem 1. November führt die Europäische Union eine neue Bearbeitungsgebühr für Sendungen aus Ländern außerhalb der EU ein. Die sogenannte „EU-Handling-Fee“ beläuft sich auf zwei Euro pro Artikel innerhalb eines Pakets. Damit werden alle Päckchen aus Drittstaaten für die Empfänger teurer, wobei für jede Sendung mindestens zwei Euro zusätzliche Kosten anfallen.
Hintergrund dieser Maßnahme sind die rasant gestiegenen Zusatzkosten, die der Fernabsatz für die Zollbehörden verursacht hat. Die neue Gebühr, die ab diesem Sonntag gilt, zielt insbesondere auf Importe aus China ab. Ziel ist es, die administrativen Aufwendungen der Behörden bei der Abwicklung dieser steigenden Paketmengen zu decken.
Die neue Bearbeitungsgebühr ist Teil einer Reihe von Kostensteigerungen für Importwaren. Bereits seit Anfang Juli wird ein EU-Pauschalzoll in Höhe von drei Euro für Artikel aus Drittstaaten eingehoben. Diese Maßnahmen erhöhen die finanzielle Belastung für Verbraucher, die Waren außerhalb des EU-Binnenmarkts bestellen.
Zusätzlich zu den EU-weiten Regelungen belastet eine nationale Paketsteuer die Bestellungen. Seit Oktober wird eine Steuer in Höhe von 2,4 Euro pro Paket oder Bestellung erhoben. Zusammen mit dem Pauschalzoll und der neuen Handling-Fee ergibt sich eine kumulierte Kostensteigerung für den Online-Handel mit Nicht-EU-Staaten.



