Der Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, hat bekannt gegeben, sein ehrenamtliches Amt als Berater für die Landesregierung von Baden-Württemberg ruhen zu lassen. Diese Entscheidung folgt auf Medienberichte über Vorwürfe der sexuellen Belästigung, die gegen ihn erhoben wurden. Palmer erklärte, dass er die Tätigkeit ausüben werde, bis die gegen ihn vorgetragenen Anschuldigungen vollständig aufgeklärt sind.
In einem proaktiv versandten Statement wies Palmer die Vorwürfe als unzutreffend und „haltlos“ zurück. Er betonte, dass es sich bei den Anschuldigungen um eine private Angelegenheit handle. Um die Vorwürfe zu entkräften, kündigte der Oberbürgermeister zudem die Einleitung rechtlicher Schritte an.
Die politischen Konsequenzen erfolgten zudem auf Wunsch von Cem Özdemir. In seiner Funktion als ehrenamtlicher Berater war Palmer ursprünglich damit betraut, die Bürokratie innerhalb Baden-Württembergs zu bekämpfen. Diese strategische Aufgabe wird er nun vorerst nicht weiter wahrnehmen.
Die Situation markiert eine Zäsur in der beratenden Tätigkeit Palmers für die Landesregierung. Während er seine Position in Tübingen behält, bleibt die Beratung in Bürokratiefragen ausgesetzt. Die Dauer dieser Pause hängt maßgeblich von der Klärung der privaten Vorwürfe ab.


